Hier gibts ne Systemvorstellung zu meinem kleinen Arbeitstier. Ich folge einfach mal Spunkys gutem Vorbild und werde den Thread übersichtlich gliedern und wichtige Teile hervorheben. Komponenten gibt es, wie gehabt kursiv und zur schnellen Navigation ist ein Inhaltsverzeichnis vorhanden. Den Rest erledigt LaTeX.
Todo
- OnBoard Soundkarte durch eine Creative Audigy 2 austauschen
- Standard Northbridgekühler ersetzen
- Festplattendämmbox bauen
- Auf 1GB Arbeitsspeicher aufrüsten
- Mainboardrückseitenkühlung
Historie
Revision 2 - Turion MT-30, Stromverbrauchswerte, aktuelle Temperaturen
Revision 1 - 11.09.2005 Erstellung der Systemvorstellung
Inhaltsverzeichnis:
0. Vorwort
1. Komponenten
1.1. CPU und CPU-Kühlung
1.1.1. CPU
1.1.2. CPU-Kühlung
1.2. Grafikkarte und Kühlung
1.2.1. Grafikkarte
1.2.2. Grafikkartenkühlung
1.3. Mainboard und Kühlung
1.3.1. Mainboard
1.3.2. Mainboardkühlung
1.4. Arbeitsspeicher
1.5. Festplatte
1.6. Modifiziertes Gehäuse
1.6.1. Gehäuse
1.6.2. Modifikationen
1.7. Netzteil
1.8. DVD-Brenner
2. Temperaturen und Verbrauchswerte
2.1. CPU
2.2. GPU
2.3. Northbridge
2.4. Festplatte
3. Anmerkungen
0. Vorwort
Das System wird zum Arbeiten und zum gelegentlichen Spielen eingesetzt. Ich habe mir das Ziel gesetzt, die gesamte Hardware passiv zu kühlen und ggf. zu dämmen, falls das nicht ausreicht. Da dieses Ziel nun umgesetzt ist nachdem als einziger Lüfter ein Coolermaster TLF-S82 auf meinem gemoddeten Zalman vF-700 AlCu saß, welcher nun auch weg ist, bin ich aktuell nur noch mit der Optimierung der Temperaturen beschäftigt.
1. Komponenten
Die Hardware habe ich so ausgesucht, dass diese sparsam und dementsprechend kühl ist, damit keine Hitzeprobleme entstehen können. Ich habe gleich darauf verzichtet alte, laute Komponenten zu verwenden und das Übel dann zu mindern.
In den nächsten Unterpunkten sind alle Komponenten aufgeführt und erklärt.

Abbildung: Gesamtaufbau
1.1. CPU und CPU-Kühlung
1.1.1. CPU
Als CPU kommt derzeit ein AMD Sempron 3000+ mit je 128kb L1 und L2 Cache zum Einsatz. Leider hat Alternate die falsche CPU geliefert, nämlich einen AMD Sempron 3000+ mit dem älteren und in 130nm Fertigungstechnik hergestellten Paris Kern, welcher sich nicht so gut übertakten lässt und auch nicht so kühl bleibt. Anzumerken ist noch, dass der Sempron auf der K8 Technologie basiert und kein alter Sockel A Thoroughbred ist.
Die CPU wird per RM Clock dynamisch getaktet. Im idle Betrieb wird die CPU mit 800Mhz betrieben, dabei gibt sie sich mit 0,8V zufrieden. Unter Last taktet die CPU auf 1,8Ghz hoch, die Kernspannung wird auf 1,05V erhöht.
Ich plane in nicht all zu ferner Zukunft einen Austausch des AMD Semprons 3000+ gegen einen AMD Turion 64 MT-30 Mobilprozessor, welcher 1MB L2-Cache besitzt, in 90nm gefertigt ist und mit 1,6Ghz taktet. Diese CPU gibt sich mit bereits 1,1V zu frieden und basiert auf dem Lancester Kern.
1.1.2. CPU-Kühlung
Die CPU wird von einem Scythe NCU-2005 gekühlt. Dieser Kühler wurde für den Passivbetrieb entwickelt, was man an den großen Lamellenabständen sehen kann.
Des weiteren ist die Wahl auf diesen Kühler gefallen, weil Scythe sehr gut verarbeitete und hochwertige Produkte herstellt und ich überzeugter "Markenware"-käufer bin.
Durch die verwendete Heatlane Technologie ist dieser Kühler sehr leistungsfähig, außerdem lässt er sich um 90° drehen, was sehr praktisch im Passivbetrieb ist, da die Frischluft durch den Kühler hindurch steigen kann.

Abbildung: Der NCU
Hier sehe ich nur noch ein Verbesserungspotential und das ist die von TXG vorgeschlagene Mainboardrückseitenkühlung, wobei ich ziemlich wahrscheinlich kein Bitumen, sondern Silikon verwenden werde.
1.2. Grafikkarte
1.2.1. Grafkkarte
Als Grafikkarte kommt eine Gainward PowerPack! Ultra/2100 LE zum Einsatz, die sich vollständig freischalten lässt (16 Pixelpipelines und 6 Vertexshader). Der Vorteil von 6800LE Karten ist, dass sie mit 1,1V betrieben wird und somit auch bei Volllast sehr kühl bleibt. Die Grafikkarte wird ebenso, wie der Prozessor je nach Last getaktet, demnach läuft die Grafikkarte im idle mit 349Mhz (siehe 1.2.2. Grafikkartenkühlung) und unter Last kann ich bis 365Mhz hochtakten, wenn ich einen Lüfter zuschalten würde, wären auch 400Mhz und somit der 6800 Ultra Chiptakt möglich.
1.2.2. Grafikkartenkühlung
Da der Standardkühler aktiv war

Abbildung: Der Polar Freezer
Ich nutze hier den 349Mhz Temperaturtrick aus, der schon bei der Gigabyte GV-N68128DH sehr gute Dienste geleistet hat.
1.3. Mainboard und Kühlung
1.3.1. Mainboard
Es kommt ein DFI LANparty UT nF3 250Gb Mainboard mit nVidia NForce 3 Ultra Chipsatz zum Einsatz. Das Mainboard zeichnet sich durch ein, wie ich finde sehr gutes Bios, ein ebenso gutes Layout und hohe Stabilität aus, außerdem gefällt mir das gelb/schwarz gehaltene Design
Außerdem besitzt das DFI LANparty UT nF3 250Gb einen AGP Steckplatz, wie alle NForce 3 Mainboards, dies war mir wichtig, da die 6800LE PEG Karten sich nicht vollständig freischalten lassen.
1.3.2. Mainboardkühlung
Das DFI LANparty UT nF3 250Gb ist standardmäßig schon passiv gekühlt, was sicherlich auch ein Kaufgrund war, aber es war auch schon immer klar, dass der Minikühler keine zufriedenstellenden Ergebnisser erzielen wird, deshalb wird dieser auch bald gegen etwas Besseres ausgetauscht.
Ich habe da auch schon ein paar Ideen, was die Umsetzung des Kühlers betrifft, aber lasst euch überraschen

Abbildung: Hier sieht man mehr oder weniger den mickrigen DFI Standardkühler
Desweiteren werde ich, wie schon im Punkt 1.1.2. CPU-Kühlung erwähnt wurde die Rückseite des Mainboards zur Kühlung verwenden. Hierbei wird nicht nur die Rückseite der CPU, sondern auch die der Northbridge und der Spannungswandler genutzt.
1.4. Arbeitsspeicher
Ich habe mir bei eBay einen 512MB TwinMos DDR400 Kit Speicher zugelegt, welcher CH-5 Speicherchips besitzt. Diese laufen bis 215Mhz bei 2-2-2-5er Timings memstable.
Hier plane ich eine Aufrüstung auf 1GB, weil 512MB doch zu wenig ist und sich dies in Laderucklern bemerkbar macht.
1.5. Festplatte
Hier fiel meine Wahl auf Seagate. Ausschlaggebend war die 5 jährige Garantie und meine bisherige Zufriedenheit mit Seagate Festplatten. Nach Aussagen von verschiedenen Forenmitgliedern (vor allem jOcKeL, danke dafür) habe ich mir die Seagate Barracuda 7200.8 250GB IDE gekauft. Diese ist idle sehr leise, nur die Zugriffsgeräusche sind störend.
Aktuell ist die Festplatte nur mittels sehr weichem Silikon Schlauch entkoppelt, was sehr gut funktioniert. Geplant ist eine Dämmbox, die der Festplatte zu nahezuher Lautlosigkeit verhelfen soll. Und nein, es wird keine Bitumenbox geben, ich werde da eine andere Richtung einschlagen.
1.6 Modifiziertes Gehäuse
1.6.1. Gehäuse
Ich habe mir bei eBay ein Siemens Scaleo T Gehäuse ersteigert. Das Gehäuse war sehr billig zu bekommen und ist garnicht schlecht, wie man das vermuten könnte.
1.6.2. Modfikationen
Um das Gehäuse für den Passivbetrieb tauglich zu machen, wurde ein Bodenloch mit der Stichsäge ausgeschnitten. Außerdem habe ich in den Deckel ein Loch geschnitten, damit die warme Luft aus dem Gehäuse steigen kann. Alle Öffnungen wurden mit Streckgitter wieder "geschlossen".
Ich habe versucht das Gehäuse so weit, wie möglich zu öffnen, damit viel Frischluft nachströmen kann, deshalb wurden auch alle Slotbleche entfernt. Durch die kleinere Öffnung im Deckel soll der Kamineffekt verstärkt werden, da dann die Luft schneller aufsteigt.

Abbildung: Angeschraubte Füße für das Gehäuse, damit es höher steht.
1.7. Netzteil
Durch viele positive Meinungen und den sehr attraktiven Preis habe ich das Etasis EFN-300 gekauft. Das Kühlkörpergehäuse, die verwendete Heatpipe und der externe Kühlkörper haben mich aber letztendlich überzeugt.
Das Netzteil hat sich noch nie(!) ausgeschaltet, weil es zu warm wurde oder ähnliches. Außerdem ist es 100% Lautlos, selbst in der tiefsten Nacht konnte ich keine Geräusche wahrnehmen.

Abbildung: Das eingebaute Etasis Netzteil

Abbildung: Hier sieht man das Loch im Deckel, sowie den NCU.
1.8. DVD-Brenner
Das LG GSA-4120B besitze ich schon länger. Es ist zwar hingegen meines Vorsatzes keine Laute Hardware im Rechner runterzudämmen, eingebaut, aber mit CD Bremse ist es unhörbar.
2. Temperaturen
Alle Temperaturen wurden bei 22°C Raumtemperatur ermittelt. Die durch S.M.A.R.T ermittelten Festplattetemperaturen decken sich mit den durch ein Präzisionsthermometer mit 0,1°C Genauigkeit ermittelten Temperaturen. An der heißesten Stelle war die Temperatur maximal 2°C höher als die von S.M.A.R.T. ausgelesene.
2.1. CPU Temperatur
CPU idle (800Mhz 0,8V): 38°C
CPU Maximaltemperatur (1,8Ghz 1,05V) erzeugt mit Prime: 44°C
2.2. GPU Temperatur
GPU idle (349Mhz Core Takt): 55°C
GPU Maximaltemperatur (350Mhz Core Takt) erzeugt mit rthdribl: 81°C
2.3. Northbridge Temperatur
Northbridge idle: 42°C
Northbridge Maximaltemperatur erzeugt durch Prime: 52°C
jOcKeL hat mich draufhingewiesen, dass der Sensor mehr an den Mosfets liegt und deswegen eher die PWM Temperatur angibt, als die der Northbridge.
2.4. Festplattetemperatur
HD idle: 42°C
HD Maximaltemperatur: 46°C
3. Anmerkungen
Auf eine Danksagung verzichte ich einfach mal, weil das einfach zu viel wären, deshalb spreche ich einfach mal die an, die ihr Wissen im Forum kundgetanhaben und mir durch Tutorials, FAQs, hilfreiche Postings aber auch Erfahrungsberichte geholfen haben. Ich bitte erstmal über Fehler hinwegzusehen, da ich zu der Systemvorstellung gezwungen wurde.
Konstruktive Kritik ist immer erwünscht!
Dieser Beitrag wurde von electr0n bearbeitet: 01. August 2006, 01:33

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