Update auf Seite 3 am 2.7.06
armin.r’s passiver PC – Fujitsu Cordant
Vorwort:
Da ich erst seit ein paar Monaten auf silenthardware.de zu finden bin, stelle ich mich mit meinem System ganz kurz vor.
Ich bin 20 Jahre, leiste momentan meinen Wehrdienst und werde voraussichtlich ab Oktober Mechatronik studieren. Momentan lebe ich noch in 97877 Wertheim am Main (zwischen Würzburg und Frankfurt a. M.)
Auf silenthardware bin ich durch google gestoßen, als ich auf der Suche nach Infos für mein Projekt war.
Die Zielsetzung:
Das System ist nicht von jetzt auf nachher entstanden, ein großer Teil der Komponenten lebte schon lange in einem anderen leisen Rechner. Schritt für schritt hat mich das Silentvirus gepackt, bis ich vor drei Monaten beschlossen hab, alles noch viel leiser zu machen!
Vorgenommen hatte ich mir, ein schönes, sehr leises, passives System zu bauen, welches sich nicht unter dem Schreibtisch verstecken muß. Mein zweites Ziel war es keine kritischen Temperaturen zu zulassen. Silent auf kosten der Lebensdauer wäre der falsche Ansatz.
Komponenten und Entstehung
Das Gehäuse – Fujitsu Cordan
Das Fujitsu Cordant ist ein sehr massives und stabiles Alu-Gehäuse. Jedes Teil ist nur geschraubt und lässt sich sehr leicht zerlegen.
Modifikationen: Als erstes hab ich versucht, die weiß-beige Pulverbeschichtung zu entfernen. Am effektivsten war einfach abschleifen. Da das Cordant aber ein profil auf der Front und Der Heckpartie hatte, musste ich sehr sehr lange schleifen
Es waren noch viele weiter kleine Modifikationen nötig, damit alles so gepasst hat, die ich gar nicht alle aufzählen kann.. Zum Schluss hab ich das Gehäuse grundiert und lackiert. Insgesamt sind zwei Schichten BMW Blaumetalliklack und 3 Schichten Klarlack aufgetragen.


Der Prozessor – C4M 1,8GHz und Ninja
C4M (Celeron Mobil 1,8 GHz) mit Vid-Mod und BSEL0-Mod. Damit läuft der Prozessor auf dem Board bei 1,25 Volt und FSB 133 als 2,4 GHz (Standard wäre 1,8 GHz bei 1,55 Volt).
Lief lange mit einem Zalman 6500B Cu semi-passiv, der ein wesentlich besseres System zum befestigen auf dem Retention Modul hatte. Der Ninja war so wackelig, das erstens der Anpressdruck erhöht, und der CPU gegen Kantenbruch bzw. Zerstörung geschützt werden musste. Um den Anpressdruck zu erhöhen, hab ich beim Rention-Modul unten 1,2 mm weggefeilt. Um den Die vor der Zerstörung zu bewahren, hab ich Filzgleiter aufgeklebt, ähnlich wie bei einem Athlon XP, nur das meine aus dem Baumarkt für Möbel sind.
Das Mainboard - Gigabyte GA-8I848P-FM
Intel 848P Chip, läuft mit dem C4M, zuverlässig und stabil.
Eigentlich wollte ich nicht daran nicht viel basteln, denn ich war immer zufrieden so wie es war, doch beim ersten voll-passiven Probelauf, wurde die Northbridge über 50 Crad heiß.
Das war eindeutig zu viel, also informierte ich mich über Heatpipes und allem was dazu gehört. Dabei bin ich natürlich auf Jürgen Traube alias Heatpipe gestoßen, dass er mir dann bei einem ganz anderen Thema geholfen hat, war nicht vorherzusehen, deshalb auch hier noch mal viel dank an Jürgen Traube.
Eigentlich hatte ich vor, auf den Chip eine Heatpipe zu setzten und unter das Mainboard einen Kühler (siehe Kühlung durch Mainboardschlitten) mittels Gap-Pad von Conrad. Doch Jürgen Traube, bot mir an, ein großes Stück Folie aus Silikon mit Aluoxidzusatz zu gießen, das dann die ganze Mainboardrückseite kühlt.
Auf dem Mainboardschlitten sitzt jetzt ein 2mm dicke Aluplatte, die ich von unter verschraubt hab (dazwischen natürlich etwas Wärmeleitpaste). Darauf liegt das von Jürgen gegossene Pad, und darauf das Mainboard. Hinter dem Mainboardschlitten sind Kühlkörper von ebay geschraubt, um die Wärme noch schneller abzuführen.
Die Northbridge wird durch eine 8mm Heatpipe von Conrad gekühlt. Die Passung ist aus 10mm Kupfer von Aluverkauf.de, in das ich ein 8mm Loch mit einem Blattpapier dazwischen gebohrt hab. Ähnlich ist der Kühlkörper befestigt, den ich bei ebay sehr günstig erworben
hab.



Die Grafikkarte – Radeon 9500
Die Grafikkarte, sollte Sparsam sein, DVI und VGA out besitzen, die nötige Performance haben, um exotische Auflösungen darzustellen (wegen widescreen Monitor) und dx9 fähig sein (wegen Windows Vista). Letztendlich ist die Wahl auf eine günstige, gebrauchte Radeon 9500 gefallen, da die ursprünglich geplante fx5900 zu heiß wurde..
Gekühlt durch einen Thermaltake Schooner, weil das der einzige Kühler ist, den ich gefunden hab, der die Wärme auch aus dem Gehäuse leitet.

Der Arbeitsspeicher – 2 x 512 MB Kingston
Dazu brauch ich glaube ich nicht viel sagen…
Das Netzteil - Etasis EFN 300
Passiv musste es sein, bei allem anderen war ich nicht festgelegt, deshalb hab ich mich in dem Punkt einfach auf viele Testberichte und Empfehlungen des Forums verlassen, und es bis jetzt nicht bereut.
Es gab Diskussionen, ob das Netzteil ist der Senkrechten Lage (wie bei mir) montiert werden darf, doch ich habe mich entschlossen, es dennoch so zu montieren, denn:
es brauch so weniger Platz als mit Gewindestangen,
es gibt Gehäuse wo das Netzteil genau so serienmäßig montiert ist (viele Desktop-Gehäuse zB),
in der Anleitung stand davon nix,
wird das Netzteil oben nicht mal Handwarm.
Ich werde es im Auge behalten, aber ich denke es wird sich gleich bleiben ob das Netzteil so oder waagerecht montiert ist.

Die Festplatte – Samsung SpinPoint P80SD 160GB SATA II (HD160JJ)
Ich wollte unbedingt eine Festplatte mit 7200rpm, da ich bereits eine Samsung mit 5400rpm als systemplatte hatte, und der Unterschied doch extrem ist.
Ich bin ein Samsung Fan, und habe es auch bei dieser Platte nicht bereut.
160GB weil die größte ein-platter HDD, die sata2 Variante, weil sie günstiger ist als die alter Serie…
Da mein zweites Ziel war es ja, silent nicht auf kosten der Temperaturen umzusetzen,
aus diesem Grund kam nur eine BTB-Deluxe in Frage.
Es ist meine erste Bitumenbox, und ich muss sagen ich bin begeistert. Die Temperaturen sind in der Deluxe Version sogar besser als ohne BTB. Kühler ist wieder von ebay (8 solche Kühler für 12€). Lackiert ist die Box in Bundeswehr matt-schwarz

To do…
Ich baue jetzt seit drei Monaten an dem System, gestern ist es das erste mal gelaufen.
Mit genauen Temperaturen etc. kann ich also nicht dienen, werden selbstverständlich nachgereicht!
Das hässliche beige CDRom Laufwerk, dient nur als Platzhalter. Es hat fast dieselbe Größe wie mein zukünftiger DVD-Brenner, und wurde nur eingebaut, um zu zeigen, dass es auch reinpasst
Sobald mein Brenner dann da ist (bestellt ist er schon), wird das Kabelmanagement noch mal überarbeitet und angepasst, Windows neu aufgespielt, Temperaturen nachgereicht!









Dieser Beitrag wurde von armin.r bearbeitet: 01. September 2006, 22:56

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