Arch sagte am 07.08.2006, 22:23:
crblue sagte am 07.08.2006, 19:34:
Um in der Praxis eine Effekt zu erreichen sollte z. B. die Gehäuseinnenseite auch schwarz lackiert werden, denn so absorbiert das Blech die Wärmestrahlung statt sie wieder in's Gehäuse zurück zu reflektieren.
Hallo,
leider ergibt sich hier ein Trugschluss: die Theorie besagt (leider), dass Materialien, die viel Wärme absorbieren auch genauso viel Wärme wieder abstrahlen.
Stimmt. Aber das Gehäuse würde auch einen Teil der aufgenommenen Wärme nach außen abgeben und somit Wärme aus dem Gehäuse transportieren. Wenn (um den anderen Extremfall zu nehmen) das Gehäuse innen verspiegelt währe, dann würde die ganze Wärmestrahlung im Gehäuse bleiben.
Arch sagte am 07.08.2006, 22:23:
Übrigens ist das "schwarz" im Begriff Schwarzer Strahler eher abstrakt zu verstehen, und zwar als theoretische maximale Absorption / Emission in allen Spektren.
Wie gesagt: die Oberfläche muss in unserem Fall Wärmestrahlung absorbieren. Muss also im Infraroten Bereich "schwarz" sein. Im sichtbaren könnte sie jede beliebige Farbe haben ...
Arch sagte am 07.08.2006, 22:23:
Meine ursprünglichen Fragen bezogen sich vielmehr auf eine Möglichkeit der optimierten Lufterwärmung am Kühlkörper. Ich hatte auf einen Effekt gehofft wie: Strahlung erhitzt Luftmoleküle > warme Luft wird mit einem Lüfter herausgeblasen >

nachdem Luft recht wenig Strahlung absorbiert (deshalb ist sie durchsichtig!) wird das so nicht funktionieren. Es gibt wie bereits angedeutet 2 Möglichkeiten die Wärmestrahlung zur Entwärmung eines Comptuers zu nuzen:
1. offenes Gehäuse (d. h. Strahlung kann ungehindert aus dem Gehäuse raus)
2. Gehäuse absorbiert Strahlung und gibt per Konvektion und Strahlung die Wärme an die Umgebung ab (damit zum Teil ins Innere aber eben auch nach Aussen)
Um einen Kühlkörper, der per Konvektion die Wärme abgeben soll effizienter zu machen bleiben eigentlich nur die folgenden Möglichkeiten (nachzulesen in dem von mir verlinkten Dokument):
1. Erhöhung der Temperaturdifferenz zwischen Luft und Kühlkörper
2. Erhöhung der überströmten Länge
3. Erhöhung der Oberfläche
4. Gleichmäßige Verteilung der Wärme
Zu 1.: Wenn die Temperaturdifferenz um 10 ° C erhöht wird, dann sinkt der Wärmewiderstand um ca. 20 %. Praktisch ist das aber schwierig umzusetzen, da man entweder eine höhere CPU Temperatur akzeptieren, oder kühlere Luft ansaugen muss.
Zu 2.: In Strömungsrichtung gesehen kurze aber breite Lamellen sind nicht ideal. So sehen aber die meisten Towerkühler aus...
Zu 3.: Ist logisch und bekannt.
Zu 4.: Wie der Effekt wirkt hab ich auch noch nicht wirklich verstanden. Um eine möglichst große Wärmeübertragung zu erreichen wird wohl eine Konstante Temperaturdifferenz zwischen Kühlkörper und Luft benötigt (s.
http://de.wikipedia....wiki/Gegenstrom). Auf dieses Prinzip setzt z. B.
Verax beim Polargate
Der Ideale Towerkühler hätte demnach lange Lamellen und die Heatpipes würden vom Luftstrom aus gesehen hinten an den Lamellen sitzen. Der Abstand der Lamellen muss auf die Strömungsgeschwindigkeit optimiert sein.