Wieso noch nen Rechner zum Laptop?
- Notebook nicht lautlos (vorallem unter Last)
- Notebook nur eingeschränkt unter Linux lauffähig (laut, da kein Powerplay, keine Softwarelüftersteuerung, CPU undervolten kompliziert)
- Glaredisplay nervt, ausserdem ist der LCD leicht defekt (vertikaler blauer Streifen)
- Zuviel Geld und Zeit
- Zuverlässiges timergesteuertes Aufnehmen von TV/Radio ist mir sehr wichtig und das ist unter Windows (vorallem mit einem Laptop) nach über 3 Jahren Erfahrung damit definitiv nicht möglich, sofern der Laptop häufiger für andere Dinge und nicht immer stationär betrieben werden soll und selbst dann war Windows immer für ne Überraschung gut. Mit Linux hab ich erst wenige Tage wirklich damit zu tun und bis jetzt läuft gerade das perfekt.
Hardware
Gehäuse: Targa (aus A64-Komplettrechner) Netzteil: externes 80 Watt Powertron (AC-230V->DC-12V Wandler) + internes PicoPSU 120 Watt Motherboard: AsRock ALive NF7G-HDready Prozessor: AMD Athlon 64 X2 5000+ (Brisbane, 65nm) Arbeitsspeicher: 2x 512MB DDR2-800 MDT CL5 Festplatte: Samsung 2,5 S-ATA 80GB 5400rpm 8MB Cache (HM080HI) TV-Karte: Technisat Skystar 2 PCI Rev 2.6 C Die CPU wird von einem Scythe Ninja gekühlt, der Nvidiachipsatz von einem Zalman NB47J. Das Netzteil benötigt keine Kühlung. Es sind keine Lüfter oder Laufwerke verbaut.
Fehlplanung
Ich hatte schon mal ein A64 Komplettpassivsystem, wollte diesesmal aber ein leises Einlüftersystem mit ordentlich Rechenleistung zusammenstellen. Als ich (dank isch und Micki Krause) gelesen habe, dass der Nforce 7050 wahnsinnig stromsparend/kühl ist und dass es diese PicoPSUs gibt, entschloss ich mich dazu diese Komponenten zu kaufen und stellte dann fest, dass es damit selbst im Hochsommer unter dauerhafter Volllast kein Problem ist den Rechner bei 2 Ghz vollkommen lüfterlos laufen zu lassen. Habe mich deswegen doch dazu entschieden den Rechner passiv zu kühlen und auf die 600 Mhz zu verzichten. Hätte ich das vorher schon gewusst, besäße ich nun wohl nen X2 4000+ (da der ja die identische Rechenleistung bringen würde) und im Gegenzug 2 GB RAM statt "nur" einem Gigabyte. Ausserdem hätte ich dann zum 80 Watt PicoPSU gegriffen und keinen nun erstmal überflüssigen YateLoon-Lüfter gekauft.Update: Inzwischen sind auch 2,4 Ghz drin und die CPU bleibt dabei auch bei dauerhafter Volllast unter 60° C, also doch kein großer Fehlkauf.
Wärmeentwicklung
Prozessor: 2,4 Ghz @ 1,125 V (primestable, Board "übervolted" aber minimal) bleibt bei QMC@home unter Volllast auch im 24/7 Betrieb unter 60°C
Der Prozessor arbeitete auch schon mal für etwa 20 Minuten mit bis zu 85° C
. Der Wahnsinnige (ich) hat grob fahrlässig gehandelt, da er vergessen hatte Cool and Quiet im BIOS zu deaktivieren, worauf Ubuntu den Prozessor bei einer CPUlastigen Aufgabe @maximum, also 2,6 Ghz @ hohem VCore laufen lies und nicht wie im BIOS eigentlich eingestellt @2 Ghz/0,975 V.... da ich unter Ubuntu noch keine Kerntemperatur auslesen kann hab ich davon erst mitbekommen als ich zufällig mal den vorsichhinglühenden CPU Kühler angefasst habe
, Glück im Unglück würd ich sagen. Oder hätte das Asrockboard bei 95° C oder so ausgeschaltet? Die CPU hätte afaik ja erst bei 130° C Notausschaltung erzwungen. Ich vermut mal, dass AMD das aber mehr als Überhitzungsschutz sieht, falls mal gar kein Kühlkörperkontakt besteht und nicht als Schutz vor'm langsamen Verglühen, der normale Mensch hat ja immer noch nen Lüfter auf der CPU, der im Bedarfsfall voll audreht.
Chipsatz: Hat keinen Temperatursensor, der Chipsatz bleibt selbst bei absoluter Volllast unter gefühlten 60° C.
Das Board wird nirgendswo sonderlich warm, die Skystar 2 überhitzt auch nicht.
Im Idle ist das externe Netzteil lauwarm und selbst unter Volllast wird es nicht richtig heiß. Ich hab hingegen schon Notebooknetzteile gefühlt, die in ganz anderen Dimensionen
heizen.
Trotz der Luftpolsterverpackung um die Festplatte bleibt diese ziemlich kühl. Laut internem Sensor beträgt deren Temperatur im Idle 34° C (danke an coxon für den Hinweis auf hddtemp+gkrellm).
Lautstärke
Lüfterlos bedeuted ja leider nicht zwangsläufig lautlos. Aber zum Glück erzeugt die Kiste keine hochfrequenten Geräusche. Das Netzteil hat allerdings kurz nach Inbetriebnahme hochfrequente Geräusche von sich gegeben, aber nur sehr leise. Jetzt scheint das ganz weg zu sein. Es gibt nur noch ein leises "elektrisches" brummen, das aber nichtmal in extrem leiser Umgebung in 30cm Entfernung noch zu vernehmen ist. Die Festplatte wurde mit nem 2 Euro Stück (einfach oben in der Mitte der Platte auflegen) gesilenct. Die Festplatte habe ich mithilfe des IBM/Hitachi Feature Tool auf den leisesten AAM Modus gesetzt, die Zugriffsgeräusche sind extrem leise, die Seagate Momentus 5400.3 ist dagegen ein Krachmacher. Nachdem ich die Platte ein paar Tage im Gehäuse hatte, musste ich feststellen, dass die Platte selber zwar kaum vibriert, die Seitenwände des Gehäuses diese Aufgabe der HDD aber abnehmen... egal, wie und wo ich die Platte befestigt habe. Da ich sie nicht gleich in Beton eingießen wollte hab ich sie mal provisorisch nach aussen verlegt, dank S-ATA kein großes Problem, leider ist meine ursprüngliche Verkablung damit nicht mehr möglich, aber der Kabelwust hält sich trotzdem sehr in Grenzen (da ich z.B. Firewire nicht mit dem Frontpanel verbunden habe, weil ich das nur 1 mal in 2 Jahren brauche....). Der Kühler auf der Festplatte ändert das Grundgeräusch der Platte (angenehmer und leiser), das Dingens hat natürlich keine Kühlfunktion. Das mit der HDD ist zwar ziemlich notbhelfsmäßig gemacht, dafür ist jetzt erstmal Ruhe. Wenn jemand bessere Ideen hat, immer her damit.
Stromverbrauch mit meinem lustigen Schätzeisen
Da der Cardreader sich einfach circa 2 Watt beim Nichtstun nimmt habe ich ihn abgeklemmt, schade eigentlich, denn das Ding lief unter Linux ohne dass ich Treiber installieren musste einwandfrei. Werde mir nen externen Cardreader anschaffen oder das über's Netzwerk mit dem Laptop machen, mal sehen.
Mein Verbrauchsmessgerät liefert diese Werte:
Idle @ 2 Ghz: 40 Watt
Idle @ 1 Ghz: 35 Watt
Lampe (wird wohl stimmen, da das Glühlämpchen 50Watt bei 12 Volt braucht, also kommen Trafoverluste hinzu und mit Lampen sollten die Verbrauchsmesser ja problemlos klarkommen): 57,75 Watt
Lampe + Idle @ 1 Ghz: 73 Watt
Super Sache dieses Vebrauchsmessgerät
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Bilder
EDIT: Bilder eingefügtDieser Beitrag wurde von martin91 bearbeitet: 16. Januar 2008, 00:23

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