Kompatibilität von SSD-Platten
#1
Geschrieben 06. Oktober 2008, 04:29
ich würd gern meinen Laptop (zuende) silencen und das lauteste Überbleibsel - nämlich die IDE-Festplatte, die ziemlichen Krach macht - durch ein SSD ersetzen. Dabei reichen mir 64GB locker, die es für IDE im 2,5-Format inzwischen für 130 Euro gibt.
Fraglich ist dabei, ob das funktioniert. Daher die Frage: ist eine 2,5"-SSD-IDE-Platte grundsätzlich kompatibel zu einem 2,5"-Normalefestplatte-IDE-Anschluss?
#2
Geschrieben 06. Oktober 2008, 17:26
eine platte wie diese müsste also funktionieren:
http://geizhals.at/d...nd/a341818.html
NAS | Antec Mini P180 | AMD Athlon X2 4850e mit Scythe Ninja2 | Gigabyte GA-MA74GM-S2H | 2x WD GP 1000GB
Desktop neu | Antec Mini P180 | Intel Core i5 2500K mit Scythe Ninja 3 | MSI H67MA-E35| 2x2GB | WD GP 500GB in Scythe QD
Desktop alt | Chieftec Mesh-Serie Miditower | Intel Core2 Duo 6400 mit Scythe Ninja B | Gigabyte P965-DQ6 | 2x1GB| 7950 GT mit ArcticCooling S1 | WD GP 500GB in Scythe QD
#3
Geschrieben 06. Oktober 2008, 17:34
Vor einigen Tagen habe ich mich nach einer SSD für mein altes Notebook umgesehn und das hier
im Geizhals Forum entdeckt:
Zitat
die beworbenen 25 MB/s lesend und bis zu 10 MB/s schreibend, aber das nur bei großen Dateien. Im
normalen Alltagsbetrieb mit ständigem lesen und schreiben (also z.B. Internetsurfen) von kleinen
Dateien oder einfach nur Windows, ist die SSD schnarchlangsam und jedes vernünftige Arbeiten wird
unmöglich - man wartet nur noch. Habe einen Test gemacht: gleichzeitige Erstellung von 200 Dateien
mit je 1 MB. Ergebnis: eine Desktop-HDD brauchte dafür 14 s, eine Notebook-HDD immerhin schon 28
s, die SSD benötigte dafür über 20 MINUTEN! Mein Erstaunen kannte keine Grenzen. Ein billiger und
langsamer USB Stick mit 2 GB legte dagegen die 200 Dateien bereits in 12,5 Minuten an. Also mit
dieser SSD ist es wirklich nicht weit her...
Wenn du wirklich auf eine SSD setzen möchtest, schaue dir welche mit SLC Technologie an.
MLC ist für die Zwecke im Notebook nur beschränkt einsetzbar.
#4
Geschrieben 06. Oktober 2008, 19:03
ich empfehle hierzu den Artikel in der c't Nr. 21 vom 29.09.2008. Hier wurden einige SSDs getestet. Erschreckend war dabei, dass bestimmte SSDs bis zu 1 Sekunde (!) für den Schreibzugriff brauchten... Die mittlere Transferrate beim zufälligen Schreibzugriff lag dann entsprechend bei lediglich 0,49 MB/s . Ein Produktmuster von Intel (Preis ungenannt) erzielte jedoch Spitzenwerte beim sequ. Lesen: 235 MB/s.
Fazit: So ein Ding kommt mir erst in den Rechner, wenn die Technik wirklich ausgereift und gleichzeitig bezahlbar ist.
Arch.
Gehäuse: AC Silentium T2 mit 2x 120er Scythe S-Flex
CPU-Kühler: AC Freezer 64 mit 120er Scythe S-Flex
CPU: A64 3000 @1800 MHz mit 1,15V
#5
Geschrieben 06. Oktober 2008, 20:37
coxon sagte am 06.10.2008, 18:29:
MLC ist für die Zwecke im Notebook nur beschränkt einsetzbar.
Grüße,
.fF
#6
Geschrieben 08. Oktober 2008, 15:18
#7
Geschrieben 08. Oktober 2008, 15:25
col sagte am 08.10.2008, 16:13:
link?
#8
Geschrieben 08. Oktober 2008, 15:57
col sagte am 08.10.2008, 16:13:
soweit ich weis nicht zwingend, kommt auf die Zugriffe an, auch SSDs haben Stromsparmodi
die SSD braucht halt bei Zugriff immer den angegebenen Nennstrom, wärend HDDs bis zu X Ampere verbrauchen
Zitat
aber interessant finde ich den SSD-Test hier
http://www.behardware.com/articles/731-1/s...upertalent.html
da die wenigsten SSD Platten einen Cache bzw spezialisierten Controller haben stinken die bei vielen Zugriffen gerne ab, kann man aber eigentlich bei den meisten günstigen MLC lesen, auch die SLC sind davon nicht gänzlich befreit, oft liest man die Empfehlung (bei PCs) einen (Raid)-Controller mit Cache zu verwenden, was aber in kombination mit den SSD Preisen den Rahmen IMO total sprengt
Dieser Beitrag wurde von Titus bearbeitet: 08. Oktober 2008, 16:01
#9
Geschrieben 08. Oktober 2008, 16:42
ich habe mir jetzt aus Experimentierfreude und Genervtheit von der alten Festplatte eine IDE-2,5"-SSD zugelegt (MLC, 64GB, 130€, also besser innerhalb der ersten zwei Wochen merken, wenns doch nix ist), und zwar eine von denen, die im CT-Test total abgestürzt sind (Transcend). Mein bisheriger Eindruck ist, dass die Bremswirkung der günstigen SSDs überschätzt wird - allerdings ist der Laptop auch für sich genommen schon kein Ferrari, sondern ein T40, 2GB, 1300Mhz.
Im normalen Windowsbetrieb hält die SSD mit meiner Erinnerung an meine alte Festplatte locker mit, gelegentlich bilde ich mir sogar ein, dass einige Programmstarts seit dem Austausch schneller gehen. Eifriges Herumkopieren von Dateien (die 64GB mussten ja auch gefüllt werden) aller möglicher Größen hat auch keine besonderen Schwächen offenbart.
Als Beispiel: Das Kopieren von 100 MP3-Dateien (~2-10MB/Stück, insgesamt 620 MB) über Netzwerk ging in 1:30 Minuten über die Bühne. Mir scheint, der oben zitierte Benutzer hat entweder ein kaputtes Exemplar erwischt oder die SSD fälschlicherweise für die miese Geschwindigkeit verantwortlich gemacht - oder Transcend hat zwischenzeitlich irgendetwas wichtiges an den Platten geändert, oder die 64GB-Version benutzt irgendeine verbesserte Technologie als die verlinkte (was mir aber im Vergleich zu den erstgenannten Möglichkeiten eher unwahrscheinlich erscheint).
Windows habe ich aus einem Acronis-Backup per Netzwerk von meiner alten Laptopplatte hochgezogen, d.h. keine echte Installation durchgeführt. Dabei dauerte der Transfer von 10 GB Daten etwa 20 Minuten, wobei die Daten von Acronis während des Vorgangs auch entpackt werden mussten. Unabhängig davon ist das aber auf jeden Fall noch ein Tempo, mit dem man als Normalbenutzer arbeiten kann.
Da die CPU nur bis 1400Mhz kommt, ist die potentielle Bremswirkung einer einzelnen schwachen Komponente in diesem System allerdings auch nicht besonders groß. Also kann es sein, dass schnellere Laptops die Bremswirkung einer "schwachen" SSD sehr viel deutlicher wiedergeben als mein System. Auch habe ich hier eine IDE-SSD verwendet, von der ich verwundert war, dass sie überhaupt produziert werden, da SATA doch schon eine ganze Weile Standart ist. Allerdings halte ich es für zu bezweifeln, dass IDE-SSDs gegenüber SATA-SSDs irgend einen Geschwindigkeitsvorteil haben könnten.
Nach 5 Stunden Testerei im Alltagsbetrieb bin ich also bislang ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis, arbeiten kann man mit der Platte ohne Einschränkungen. Ich werd euch aber auf dem Laufenden halten, falls sich mein Eindruck dahingehend ändert.
lg
Oh und: natürlich vielen Dank für die Antworten zu Beginn, sonst hätt ich mir garnicht erst eine angeschaut.
Dieser Beitrag wurde von elarei bearbeitet: 08. Oktober 2008, 18:04
#10
Geschrieben 08. Oktober 2008, 22:30
Diese müsste es sein:
http://geizhals.at/d...nd/a281541.html
Für jeden, der einen Heimserver hat, eine klare Empfehlung. Ich würde mir die immer wieder kaufen.

Hilfe




















