Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Umzug ins neue Gehäuse
Aufrüsten der Komponenten
Neue Lüfter braucht das Land
Kühlung
Problemfall Northbridge
Viel entkoppelt viel
Vom Untertakten und Untervolten
Verbrauch
Temperaturen
Neue Lüftersteurung
Schlussbemerkung
ToDoToDo
Update 1: Bilder
Update 2: Spannungswandlerkühler
Update 3: Bilder Spannungswandlerkühler
Update 4: Verspätete Verbrauchmessungen
Einleitung
Da ich seit Jahren keine Systemvorstellung meines Hauptsystems gemacht habe, habe ich mich entschlossen diese Vorstellung etwas anders zu gestalten. So will ich anstatt einer blossen Darstellung der Komponenten auch etwas auf die Entstehungsgeschichte eingehen. Wen es nicht interessiert, der darf gerne gleich nach unten scrollen.
Was bisher geschah
Angefangen hat der PC in einem Prototypengehäuse aus Karton und Holz. Als dann eine Soundkarte und ein Quietdrive einziehen sollte wurde es zu eng, beides war nicht ins kompakte Gehäuse zu bekommen. Zu den mittlerweile ersetzten Komponenten gehören:
AMD Athlon 3000+ Sockel 939
Foxconn Winfast BK8MC-6KRSH
2 Gigabyte MDT DDR1 RAM
X800 GTO @ XT mit Thermalright HR-03
2x YateLoon D12SL-12
Umzug ins neue Gehäuse
Wegen der Platzprobleme wollte ich temporär ein normales Gehäuse. Leicht sollte es sein, und nicht allzu ausladend. Wegen temporär auch nicht allzuteuer, und wiederverkaufen sollte es sich auch gut lassen, daher musste eine bekannte Marke her. Da war der Weg zu LianLi eigentlich schon fertig gezeichnet. Fündig wurde ich beim A-09, basierend auf der beliebten 7er Reihe aber mit modernerer Front. Der Lufteinlass ist schön vertieft, 3,5" Steckplätze werden nicht nach außen geführt, die Front ist angenehm symmetrisch aufgebaut. Das DVD-Laufwerk hat ein Stealthmod bekommen, in eine der Slotblenden wurde ein Fanmate 2 und ein blau beleuchtetes Thermometer eingebaut. Das Lüftergitter wird durch die rote Standby-LED meines Mainboards hübsch beleuchtet, was mir aufgrund der Dezenz auch als nicht Blinkie-Bunt-Fan gefällt.
Bilder von außen folgen.
Aufrüsten der Komponenten
Folgende Komponenten habe ich vor einem guten Jahr nachgerüstet:
AMD X2 4800+ Brisbane
Abit AM-N2
2 Gigabyte MDT DDR2 RAM
HIS HD 3870 ICEQ
Creative X-Fi Music
Seit Anfang an verblieben sind:
Seagate 7200.9 160GByte
BenQ DBD DD DW1640
SeaSonic SS-301HT 300 Watt
Mittlerweile habe ich den 4800+ durch einen 5400+ BE ersetzt, da ich ersteren ganz gut für meine Kleinstpc-Studie gebrauchen konnte. Damit schaut die aktuelle Konfiguration wie folgt aus:
AMD X2 5400+ Black Edition
Abit AM-N2
2 Gigabyte MDT DDR2 RAM
HIS HD 3870 ICEQ
Creative X-Fi Music
Seagate 7200.9 160GByte
BenQ DBD DD DW1640
SeaSonic SS-301HT 300 Watt

Aktueller Stand des Rechners.
Neue Lüfter braucht das Land
Die Lonnies haben auf 5 Volt mit 750 U/min zwar angenehm leise angenehm viel Luft befördert, wurden mir aber dank Silencervirus langsam im Idle zu laut. Auch wurde es der neuen Grafikkarte bei sehr shaderlastigen Titeln mittlerweile etwas warm. Auch wenn die Loonies nebengeräuschfrei agiert haben, musste ich sie durch langsamdrehendere Lüfter ersetzten, da sie bei weniger Volt wohl Anlaufhilfe benötigt hätten. Meine Wahl viel auf zwei S-Flex 1200, man will ja bei einem Neukauf nicht qualitativ abbauen. ![]()
Beim Arbeiten laufen die auf fast lautlosen 450 U/min, beim Spielen bei 700 U/min, für shader- bzw. CPU-lastige Spiele gönne ich ihnen 800-900 U/min, was ich aufgrund meiner offnene Kopfhörer aber schon nicht mehr als wirklich silent empfinde.
Kühlung
Auf der CPU sitzt ein Ninja Rev. B, auf der Grafikkarte ein Arctic Cooling S1. Beide werden semipassiv betrieben. Die Entlüftung des Gehäuses übernehmen die beiden S-Flex, einer sitzt im Netzteil, der zweite im Heck. Befestigt werden die beiden mit XThermal Silikonpins. Der frontseitige Luftfilter wurde entfernt, da dies deutlich bessere Temperaturen, gerade an der Northbrige brachte.
Problemfall Northbridge
Diese befindet sich knapp unterhalb des Grafikkartenslots. Nach oben ist der Abstand zum Ninja zu gering um eine SLI-Lösung zu installieren, und direkt darüber breitet sich die Grafikkarte nebst S1 aus. Ich habe sicherlich vier Kühllösungen vermessen, weitere zwei dann auch gekauft (Porter und gebogenen S2), aber alles passt wegen wenigen Millimetern nicht. Letztendlich habe ich mir einen kleinen Zalman-Klon besorgt und passend zugesägt. Die oberen fünf Reihen wurden eingekürzt:

Anklicken für mehr Ansichten.
Viel entkoppelt viel
Da verschiedenen Härten bzw. Geometrien unterschiedliche Frequenzbereiche gut bedämpfen, und ich die Platte angenehm hoch vor der Frontöffnung platzieren wollte, habe ich die Forenentkoppler einfach zusätzlich zu denen von Conrad montiert. Ergebnis ist ein vollständiges Schlucken sämtlichen Körperschalls von der nicht ganz unproblematischen Platte. Die Restlaufgeräusche sind definitiv Luftschall.

Das sind Fingertapper, kein Staub. Zumindest großteils.
Vom Untertakten und Untervolten
Ja, ich habe mir eine schnellere CPU gekauft, um sie auf das Niveau der alten zu untertakten. Im Folgenden hoffe ich etwas Klarheit zu verschaffen:
1,0 GHz @ 0,900 Volt
2,5 GHz @ 1,125 Volt
2,8 GHz @ 1,200 Volt
3,0 GHz @ 1,275 Volt
3,2 GHz @ 1,375 Volt
Wie man sieht liegen zwischen 2,5 GHz und 2,8 GHz ein guter Unterschied im VCore. Nomalerweise nutze ich 1,0 GHz und 2,5 GHz, um die paar Watt Stromersparnis nebst niedrigeren Lüfterdrehzahlen mitzunehmen. Bei einigen CPU-lastigen Spielen schaltet RMClock in ein anderes Profil und taktet zwischen 1,0 GHz und 2,8 GHz. Alles darüber habe ich nur zu Testzwecken verwendet, ein extra Lüfter am Ninja erscheint dann nämlich ratsam.
Verbrauch
Kommen wir als nächstes zum Verbrauch. Für detaillierte Messungen muß ich auf später vertrösten, da leider meine Ergebnissammlung Opfer meiner Undervoltversuche wurde. (3,76 KByte mit "NULL" gefüllt.) Entweder ich finde ein aktuelles Backup, oder ich messe neu.
Was ich anbieten kann: Idle unter 80 Watt, Prime mit 2,5 GHz etwas um die 110 Watt, der Verbrauch unter anspruchsvollen Spielen stellt sich bei 180 Watt ein. Ich denke das reicht, um den Rechner grob einordnen zu können.
Temperaturen
Zu den Temperaturen ist ohne nachvollziehbare Lüfterdrehzahlen schwer was zu sagen. Die Grafikkarte bleibt immer unter 60°, der Prozessor unter 55°. Die Northbridge habe ich mal mit ~50° vermessen, das Netzteil wird auch nicht wärmer. S.M.A.R.T. verrät mir zudem, dass meine Festplatte bei durchschnittlich 34° mit einem Maximum von 41° ihr Dasein fristet. Damit habe ich die niedrigmöglichsten Lüfterdrehzahlen denke ich ausgereizt ohne die Hardware durch überhöhte Temperatur zu gefährden.
Neue Lüftersteurung
Gestern habe ich, was auch Anlass war endlich mal die Vorstellung in Angriff zu nehmen, eine Nanoxia PWMX erhalten. Da ich von ihr recht angetan bin, wie man hier nachlesen kann. Da die PWM-Regelung meines Boards erfreulicherweise sehr gut regelt, ärgere ich mich fast, dass es so ein Gerät nicht schon früher gab. Da die CPU-Temperatur selbst beim ATI-Tool ansteigt, scheint es mir okay, die Grafikkartentemperatur nicht direkt in die Lüftergeschwindigkeit einfließen zu lassen, sondern die CPU-Temperatur als einzige Stellgröße zu verwenden.
Schlussbemerkung
Ich bin mittlerweile sehr zufrieden mit meinem PC. Spiele wie Bioshock und Witcher kann ich auf höchsten Details spielen, beim Arbeiten höre ich nur minimal das Laufgeräusch der Festplatte und das auch nur wenn es ganz still ist. Von daher würde ich den PC nun nach 3 Jahren zum ersten Mal als fertig bezeichnen.
ToDo
1. Aktuelle Fotos machen. Da der PC momentan als Skelett dasteht, werde ich das in nächster Zeit nachholen.
2. Evtl. genauere Verbrauchsangaben machen.
Update 1: Bilder
Danke fürs Lesen.
Grüße,
.fF
Dieser Beitrag wurde von .fF bearbeitet: 04. April 2010, 01:56

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