Werden Festplatten durch falsche Konstruktion zu heiß? Ist die Einbaulage der Platine wichtig?
#1
Geschrieben 03. Juli 2009, 12:42
mich interessiert,ob es einen Zusamenhang gibt zwischen der Temperatur einer Festplatte und der Lage der Platine mit nach innen oder außen gerichteten Bauteilen.
Etwas provokativ möchte ich behaupten,dass niemand auf die Idee kommt einen Prozessor in Schaumstoff einzupacken und die Kühlung desselben auf die Rückseite des Mainboards zu verlagern.
Konkret interessiert mich ,ob man bei vergleichbarer Leistungsaufnahme belegen kann,dass Festplatten mit nach innen gericheten Platinenbauteilen deutlich heißer werden als Festplatten mit nach außen gerichteten Bauteilen.
Der Hintergrund meiner Überlegungen ist folgender:
Wenn einem Bauteil mit 1cm² Fläche nur 0,1Watt Leistung zugeführt werden,wird dieses 9°C wärmer,wenn die Wärme erst nach dem Durchgang durch eine 1,5mm dicke Platine abgeführt werden kann ,im Vergleich zu einem Bauteil mit direktem Kontakt zur strömenden Luft.
Ein Vergleichstest von Festplatten ,wo Lautstärke und Temperatur gemessen werden ,bringt mich nicht weiter,weil ich nicht weiß bei welchen Kandidaten die Bauteile der Platine nach innen oder außen gerichtet sind.
Was hat das mit Silent zu tun?
Nun,was bringt mir eine Festplatte,wenn ich an der "Lüfterschraube "drehen muss,um sie kühl genug zu halten.
Es grüßt
heatpipe
#2
Geschrieben 03. Juli 2009, 13:17
heatpipe sagte am 03.07.2009, 13:42:
Wenn einem Bauteil mit 1cm² Fläche nur 0,1Watt Leistung zugeführt werden,wird dieses 9°C wärmer,wenn die Wärme erst nach dem Durchgang durch eine 1,5mm dicke Platine abgeführt werden kann ,im Vergleich zu einem Bauteil mit direktem Kontakt zur strömenden Luft.
Grüße,
.fF
#3
Geschrieben 03. Juli 2009, 13:32
Der Wärmetransport ist u.a. vom Materialquerschnitt abhängig.
Der sollte bei Leiterbahnen eher sehr gering sein.
Von daher halte ich das eher für nebensächlich.
Es grüßt
heatpipe
#4
Geschrieben 03. Juli 2009, 13:49
Grüße,
.fF
#5
Geschrieben 03. Juli 2009, 15:46
@.fF
es geht doch darum,dass Wärme durch eine Platine mit einem Wärmeleitwert von ca 0,16W/mK "gehen" muss bevor ein Übergang zur Luft erfolgen kann.Wie soll ein Chip,der nach innen verbaut ist und durch Schaumstoff isoliert ist die Wärme abgeben? Über dünnste Leiterbahnen? Und dann?
Deine Betrachtungen beziehen sich auf Wärmeverteilung/Spreizung.Dies ist allerdings unabhängig von der Lage der Platine.
Eine Abgabe der Wärme an die Luft erfolgt doch nur an der Außenseite der Platine.
Wenn ich Deiner Argumentation folge,ist es egal ob der Scythe direkt auf der CPU sitzt oder an der Rückseite des Mainboards befestigt wird.
Es grüßt
heatpipe
#6
Geschrieben 03. Juli 2009, 16:02
Ich weiß aus praktischer Erfahrzng das oft das PCB als Kühlkörper reicht, daher die Frage.
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#7
Geschrieben 03. Juli 2009, 16:09
von erfahrungsberichten habe ich gelesen das in externen gehäusen die WD (also die Gehäuse) etwas wärmer als handwarm werden, insbesondere die WD20EADS soll sehr kühl sein (was ja aber nicht heisst das die chips selber nicht heiss sein können!?!)
edit:
wd20eads: http://www.pcgameshardware.de/screenshots/...03/wd-2tb-3.JPG
wd15eads: http://img.product.pchome.net/market/photo.../20/309675b.jpg
1,5TB EcoGreen: http://www.pcgameshardware.de/screenshots/...HD154UI__4_.JPG
Dieser Beitrag wurde von Questionario bearbeitet: 03. Juli 2009, 16:33
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#8
Geschrieben 03. Juli 2009, 16:41
heatpipe sagte am 03.07.2009, 16:46:
heatpipe sagte am 03.07.2009, 16:46:
heatpipe sagte am 03.07.2009, 16:46:
Eine Abgabe der Wärme an die Luft erfolgt doch nur an der Außenseite der Platine.
heatpipe sagte am 03.07.2009, 16:46:
Grüße,
.fF
#9
Geschrieben 03. Juli 2009, 18:13
@.fF
mache es bitte nicht zu kompliziert.
Es geht hier um Wärmequellen,die
a) ihre Wärme direkt an die Luft abgeben können
b)ihre Wärme erst nach dem Durchgang durch schlecht leitendes Platinenmaterial abgeben können.
Ob das ein kleiner Chip auf der Platine einer Festplatte oder eine CPU ist ,spielt dabei keine Rolle .
Was haben geringe Temperaturunterschiede mit der Temperaturerhöhung an Wärmequellen bedingt durch Wärmedurchgang durch schlecht leitendes Material zu tun?
Für den limitierenden Faktor braucht man nicht toll zu rechnen.Der Wärmedurchgang durch Silizium kann vernachlässigt werden.
Ich erwarte teils große Temperaturunterschiede an den einzelnen Bauteilen der Platine in Abhängigkeit von ihrer Einbauweise.
Es grüßt
heatpipe
#10
Geschrieben 03. Juli 2009, 19:16
heatpipe sagte am 03.07.2009, 19:13:
heatpipe sagte am 03.07.2009, 19:13:
heatpipe sagte am 03.07.2009, 19:13:
heatpipe sagte am 03.07.2009, 19:13:
Grüße,
.fF
#11
Geschrieben 03. Juli 2009, 19:26
.fF sagte am 03.07.2009, 14:17:
Die Wärmefläche wird zwar in beiden Fällen vergrößert, aber der Großteil der wärmeverteilenden Kupferbbahnen wird auf der Seite sein auf der sich der Chip befindet, wodurch auf Chipseite auch mehr Wärme abgegeben wird. Folglich ist es nicht unabhängig von der Einbaulage, da die Wärme immer noch durch das PCB durch muss, sobald die Chips zur Platte zeigen.
Siehe hier:
http://www.pcgameshardware.de/aid,678008/W...p;show=original
Die Durchkontaktierteile halten sich in Grenzen.
mfg,
Fluxon
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#12
Geschrieben 03. Juli 2009, 19:39
Ich halte die 1,5mm Silizium nicht für eine große Hürde und glaube, dass 9° Erhöhung für 0,1 Watt massiv zu hoch gegriffen sind. Meine Vermutung war, dass dies aus einer eindimensionalen Betrachtung des Problems bestand, aber heatpipe wollte da nichts genaueres verraten. Die Fläche der Platine, egal ob Vorder- oder Rückseite ist viel zu groß, als das man sich auf die 1cm² des Chips, bzw. seine Flächenprojektion auf der Rückseite beschränken darf.
Ich benenne hier nur phyikalische Fakten, wir sind ja im Theorien-Teil des Forums.
Grüße,
.fF
#13
Geschrieben 03. Juli 2009, 19:56
Darüber welche physikalischen Effekte vorhanden sind brauchen wir uns wohl nicht zu streiten.
Ob sie für eine vereinfachte Betrachtung des Systems wesentlich sind, werden wir nie erfahren, da keiner von uns Lust hat das alles nachzurechnen.
Osmosis Jones sagte am 03.07.2009, 17:02:
Die Datenblätter zu den Controllerchips findet man nur schlecht, oder wenn dann nur kostenpflichtig.
Aber auf manchen Platinen sind Ramchips. Zb eine 400er Samsung und eine 1TB Hitachi (bei der Samsung kann man die Bezeichnung nicht lesen):
http://www.esmt.com....M12L128168A.pdf
http://www.hynix.com/datasheet/pdf/dram/HY...-xI(Rev0.2).pdf
Beide male hat der Ram eine TDP von 1W, also nicht der reale Verbrauch.
Mehr konnte ich nicht finden.
mfg,
Fluxon
Dieser Beitrag wurde von Fluxon bearbeitet: 03. Juli 2009, 19:56
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#14
Geschrieben 03. Juli 2009, 20:51
Ich mag daher fragen ist die Kühlung der Chips überhaupt nötig?
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#15
Geschrieben 03. Juli 2009, 21:24
@.fF
der von mir angegebene Wärmeleitwert von 0,16W/mK bezog sich auf das Platinenmaterial,nicht auf Silizium.
Deine Annahme ,dass die Wärme sich über mehrere cm Länge durch einen Querschnitt von 1,5mm quälen kann ,begünstigt durch hauchdünne Leitebahnen,um die gesamte Platinengröße als Wärmeabgabefläche zu nutzen ,funktioniert nicht.
Wenn Du auf die Bitumenbox ansprichst,die hat eine 10x größere Querschnittsfläche und damit einen 10x kleineren Wärmewiderstand als eine Platine.Damit kann die Wärme in einer BTB sich 10x besser nach allen Seiten ausbreiten.
Für den Wärmewiderstand eines Materials gilt:
R=L/lambda x A
Ein Chip mit 1cm² Fläche ,der seine Wärme durch Platinenmaterial mit 0,15mm Dicke in Richtung der Außenseite abführen muss,hat einen Wärmewiderstand von ca 93,75K/W auf diesen cm².
Will der gleiche Chip die Wärme 1cm weit in die Platine auf einer Breite von 1cm schicken,um Wärmeverteilung /Spreizung zu erreichen,beträgt der Wärmewiderstand hierfür 4166K/W.
Da er in alle Richtungen spreizt sei der Widerstand nur 1000K/W.
Das wird wohl keine tolle Wärmeverteilung über die gesamte Fläche werden.
Und nochmals :
Ob ich die Wärme einer CPU durch eine Platine schicke und dann kühle
oder
ob ich die Wärme eines kleinen Chips durch eine Platine schicke und dann kühle
ist ziemlich egal.
In beiden Fällen muß ich mit einem Temperaturanstieg an den beteiligten Chips rechnen.
Irgendwelche unbekannte physikalische Faktoren sehe ich beim Wärmedurchgang durch Platinenmaterial nicht.
Klar wissen die Ingenieure wie Festplatten kühler bleiben.Ob sie ihr Wissen auch entsprechend umsetzen(dürfen) ist eine andere Frage.
Es grüßt
heatpipe
Hallo,
ich erwarte bei der geringen Gesamtleistungsaufnahme auch keine tollen Temperaturunterschiede in Abhängigkeit von der Einbauweise der Platine.
Ich tippe einfach`mal auf 3°C.Gleiche Festplatte Platine unterschiedlich moniert.
Oder sind es 5°C oder nur 1°C.
Mir persönlich wäre eine genormte Bauweise ,Platine mit Bauteilen nach innen sehr symphatisch.
@Osmosis Jones
Hier stellt sich die Frage ,wie fühlt es sich auf der anderen Seite an?
Es grüßt
heatpipe

Hilfe















