Silenthardware & Dirkvader Forum: Der ONKYO-HTPC - Silenthardware & Dirkvader Forum

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Der ONKYO-HTPC Thema bewerten: ***** 5 Stimmen

#1 Mitglied ist offline   Peter_Shaw 

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Geschrieben 17. Juli 2009, 20:49


1. Einleitung


Ich hatte schon länger geplant, mir einen HTPC zusammenzustellen, der vor allem leise und stromsparend sein sollte. Fertige HTPC-Gehäuse haben mir persönlich nicht gefallen, und wenn doch (Chieftec HM-3! ;) ), war der Preis unangemessen hoch :) .
Schließlich bin ich auf die Idee gekommen, das Ganze einfach in ein ONKYO CD-Player-Gehäuse einzubauen. Eigentlich naheliegend, da ich bereits einige - wenn auch etwas in die Jahre gekommenen - ONKYO Hifi-Komponeneten besitze. Lediglich der passende ONKYO CD-Player war nicht mehr vorhanden (der wurde irgendwann mal durch einen SONY ersetzt). Also ab zu ebay und nach einem passenden Player gesucht. Meine Wahl fiel dann recht schnell auf den CD-Player DX-7210. Zum einen passt er optisch zu den bereits vorhandenen Geräten, zum anderen ist das Angebot bei diesem Modell sehr groß und auch defekte Geräte werden regelmäßig angeboten. Der CD-Player hat die Maße 455 x 120 x 308 mm (B x H x T), und wie sich beim Zusammenbau noch herausstellen sollte, hätte es angesichts der verwendeten Komponenten in keiner Dimension auch nur 1 cm weniger sein dürfen.
Eingefügtes Bild


2. Die Komponenten


Der wesentliche Teil der eingesetzten Hardware war bereits vorhanden (etwa 1,5 -2 Jahre alt):

- Mainboard: MSI K9AGM2, 690G Chipsatz MSI K9N2GM-FIH, GeForce 8200

- CPU: AMD Athlon X2 3800+ EE @ boxed-Kühler Scythe Shuriken Rev. B

- Speicher: 1GB 667er DDR2-RAM 2GB 800er DDR2-RAM

- HDD: Samsung SpinPoint M5S 250GB (2,5", SATA)

- Brenner: LG Electronics GH20NS, SATA, schwarz

Ich weiß, es fehlt eine TV-Karte, aber die wird zur Zeit nicht benötigt und kann später problemlos nachgerüstet werden.

- TV-Karte: Terratec Cinergy S2 (DVB-S2)

- WLan-Karte (PCI)



Zusätzlich wurden folgende Komponenten verbaut:

- Gehäuse: ausgeschlachteter Onkyo CD-Player (nur 12€ inkl. Versand!)

- Display (VFD): Matrix Orbital VK202-25-USB

- Netzteil: ATX-Computer-Schaltnetzteil ASTEC AA21860 (145W)

- NT-Lüfter: Noiseblocker NB-BlackSilentFan XE1 Rev. 3.0

- X10-Funk-Fernbedienung

- leicht modifiziertes Gamepad



3. Der Zusammenbau


3.1 Erster Teil: Das Grundgerüst


Planung

Am Anfang stand die Überlegung, wie die Komponenten am sinnvollsten anzuordnen sind. Dazu habe ich mit 'google sketchup' eine kleine 3D-Skizze angefertigt:

Eingefügtes Bild

Nachdem die Anordnung der Komponenten klar war, gings an den Aufbau des Systems.


Anpassen des Gehäuses

Die Arbeiten am Gehäuse waren recht simpel und mit dem richtigen Werkzeug kein Problem:
- für die Mainboard-Abstandshalter Löcher ins Bodenblech bohren + Gewinde schneiden
- in die Rückwand Aussparungen für I/O-Blende und NT-Lüfter flexen (habe leider keinen ordentlichen Dremel zuhause)
- Halterungen für DVD-Brenner anfertigen und am Gehäuse festschrauben (jew. 1 Halter links u. rechts, sowie einen Bügel hinten, auf dem das LW aufliegt)
- beim DVD-Brenner die Frontplatte abnehmen (mit Blende zu lang) + Schubladen-Blende austauschen (ONKYO-Blende war mit den Halterungen nicht kompatibel, daher mit Sek-Kleber fixiert --> hält bombenfest)
- Die Festplatte habe ich dagegen nicht fest mit dem Gehäuse verschraubt, sondern lose auf ein Stück Schaumstoff gelegt --> das dämpft die ohnehin kaum spürbaren Schwingungen und ist zur Entkopplung ausreichend.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild


Netzteil

Beim NT waren einige kleinere Änderungen notwendig, da die Anschlüsse auf der falschen Seite lagen:
- ATX-Kabelstrang um 180° gedreht, sowie Netzkabel um 90° gedreht aus dem NT-Gehäuse herausgeführt
- originalen NT-Lüfter durch neuen 92er Noiseblocker ersetzt und über zwischengeschalteten 7V-Adapter an MB angeschlossen
- NT am Gehäuse verschraubt (2x Boden, 1x Seitenwand)
Wie man auf dem 4. Bild sieht, habe ich die Steckerbuchse am NT mit Heißkleber vergossen, da die Kontakte ansonsten freiliegen würden (das Netzkabel ist innen direkt an den entspr. Anschlüssen verlötet).

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

Der PC lief jetzt bereits, es standen aber noch einige weitere Bastelarbeiten an.



3.2 Zweiter Teil: Die Spielereien


Bedientasten

Mein Ziel war es, möglichst alle Tasten am Gehäuse nutzbar zu machen:
- Als erstes kam die Power-Taste dran: Vom vorhandenen PW-Switch-Kabel habe ich den originalen Taster entfernt und die losen Enden an den Power-Taster des Gehäuses angeschlossen.
- Ebenso bin ich mit dem Taster zum Öffnen des LWs verfahren, wobei ich zusätzlich eine Steckverbindung eingefügt habe (2. Bild), sodass das Frontteil problemlos abgenommen werden kann.
- Mithilfe des Gamepads habe ich dann eine Winamp-Steuerung zusammengebastelt. Hierzu habe ich zunächst die Taster von der Original-Platine abgelötet und auf eine Punktrasterplatine übertragen. Diese Taster habe ich dann mit Litzen an das Gamepad angeschlossen und schließlich das Ganze hinter der Gehäusefront eingebaut --> siehe 4. Bild unten. An dieser Stelle nochmals ein großes Danke an spaceflakes.de für die tolle Anleitung!. Mit der Steuerung können die wichtigsten Player-Tasten verwendet werden (Play, Pause, Stopp, Vor-/Rücklauf, nächster/vorheriger Track).
- Die restlichen Taster sollten über das Display gesteuert werden (kann bis zu 25 Tasten ansteuern). Dazu habe ich diese ebenfalls von der Original-Platine auf eine gewöhnliche Lochrasterplatine übertragen und für den Anschluss ans Display vorbereitet

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild
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Display

Das Display war letztlich die teuerste Komponente des ganzen Systems, dafür bietet es aber umfangreiche Darstellungs- und Steuerungs-Möglichkeiten, die weit über das hinausgehen, was fertige HTPC-Cases mit Display können:
- Anschlussmöglichkeit für ein Keypad (max. 5 x 5 Tasten --> rows + columns), oder aber für herkömmliche Taster (siehe 3. Bild unten, Pin-Leiste am unteren Rand, mittig)
- Anschluss über USB (anstatt über COM-Port, wie allgemein üblich), somit keine zusätzliche Stromversorgung nötig
- Möglichkeit, Relays oder weitere Geräte zu steuern (z.B. Lüfter)

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

Der Einbau des Displays, sowie der Anschluss der Front-Taster ging völlig problemlos vonstatten. Etwas aufwändiger gestaltete sich dann die Konfiguration mittels der Software LCDC.


Fernbedienung

Der Anschluss der X10-Fernbedienung ist eigentlich ein Kinderspiel (Empfänger anstecken und loslegen), jedoch hatte ich vor, den Empfänger im Inneren des Gehäuses unterzubringen.
Auf dem Bild der Gehäuserückseite (siehe 1. Bild unten) ist das graue USB-Kabel des Empfängers zu sehen, das zum Teil innerhalb des Gehäuses verstaut wurde. Leider war es nicht - wie ursprünglich geplant - möglich, den Empfänger intern anzuschließen und innerhalb des Gehäuses unterzubringen, da die Reichweite dann zu gering war (vermutlich zu wenig Power auf interen Anschlüssen?). Auch der Versuch, den Empfänger extern anzuschließen, dafür aber im Gehäuse unterzubringen resultierte in einer zu geringen Sendereichweite. Nach dem Durchspielen aller Varianten erwies sich dann nur die jetzige, etwas unschöne Lösung als praktikabel (Reichweite knappe 10m auch ohne Sichtlinie). Um den Empfänger etwas zu 'tarnen' habe ich ihn noch schwarz lackiert.


Sonstiges

Der schöneren Optik wegen habe ich an der Rückseite vor dem NT-Lüfter noch ein schwarzes Gitter angebracht (wird als 'Staubschutzfilter' verkauft).
Um das Innere etwas übersichtlicher zu gestalten, habe ich dann anschließend noch etwas Kabelmanagement betrieben (mit eher mäßigem Erfolg, die Platzverhältnisse sind nicht gerade üppig).


Hier der fertige HTPC:
Die auf dem 1. Bild zu sehende nach hinten herausgefürte Fanmate-Steuerung wurde durch einen intern verbauten 7V-Adapter ersetzt. Wie man sieht, harmoniert der HTPC hervorragend mit den bereits vorhandenen HiFi-Komponenten aus dem Hause Onkyo.
Update: Der Funkempfänger wurde durch ein anderes Modell ersetzt und ist nun intern verbaut, mit der Reichweite gibt es dennoch keine Probleme. Zudem habe ich die I/O-Blende schwarz lackiert, sodass sie sich optisch besser einfügt. (neue Ansicht der Rückseite siehe 4. Bild)
Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild


4. Messwerte


Zum Untertakten verwende ich das Rightmark CPU Clock Utility mit dem Schema 'performance on demand'. Im Idle-Mode taktet der Prozessor dann mit 1,0 GHz bei 0,850V


Leistungsaufnahme


Die Leistungsaufnahme beträgt
- 39 Watt im Idle
- 80-85 Watt unter Last (prime)
Leider habe ich nur ein billiges Messgerät zur Verfügung, sodass diese Werte wohl eher als ungefähre Schätzungen zu betrachten sind.
Etwas unzufrieden bin ich mit dem relativ hohen Idle-Wert. Da auch ein Test mit einem sehr effizienten Passiv-NT keine Verbesserung brachte, dürfte es wohl nicht am Billig-Netzteil, sondern am Mainboard liegen (der 690G schneidet in Sachen Leistungsaufnahme wohl generell nicht allzu gut ab).


Temps


Bisher habe ich nur Idle-Temps ausgelesen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Raumtemperatur recht hoch war.

Hardware monitor 1.14
-----------------------------------------------------

Fintek F71882F hardware monitor

Voltage sensor 0 3.33 Volts [0xD0] (+3.3V)
Voltage sensor 1 0.85 Volts [0x6A] (CPU VCORE)
Voltage sensor 2 2.16 Volts [0x87] (VIN2)
Voltage sensor 3 1.33 Volts [0x71] (VIN3)
Voltage sensor 4 5.09 Volts [0x79] (+5V)
Voltage sensor 5 8.62 Volts [0x62] (+12V)
Voltage sensor 6 1.26 Volts [0x4F] (VIN6)
Voltage sensor 7 3.31 Volts [0xCF] (VSB3V)
Voltage sensor 8 3.23 Volts [0xCA] (VBAT)
Temperature sensor 0 34°C (93°F) [0x22] (TMPIN0)
Temperature sensor 2 42°C (107°F) [0x2A] (TMPIN2)
Fan sensor 0 688 RPM [0x885] (FANIN0)
Fan sensor 2 747 RPM [0x7D9] (FANIN2)
Fan PWM sensor 0 26 [0x43] (CPU)
Fan PWM sensor 1 50 [0x80] (System Fan 1)
Fan PWM sensor 2 70 [0xB2] (System Fan 2)
Fan PWM sensor 3 70 [0xB2] (System Fan 3)



-----------------------------------------------------

AMD Athlon 64 X2 3800+ hardware monitor

Temperature sensor 0 46°C (114°F) [0x5F] (Core #0)
Temperature sensor 1 42°C (107°F) [0x5B] (Core #1)


-----------------------------------------------------

SAMSUNG HM250JI hardware monitor

Temperature sensor 0 41°C (105°F) [0x29] (HDD)



Processors Map
------------------------------------------------------------------------------------

Number of processors 1
Number of threads 2

Processor 0
-- Core 0
-- Thread 0
-- Core 1
-- Thread 0


Processors Information
------------------------------------------------------------------------------------

Processor 1 (ID = 0)
Number of cores 2 (max 2)
Number of threads 2 (max 2)
Name AMD Athlon 64 X2 3800+
Codename Windsor
Specification AMD Athlon™ 64 X2 Dual Core Processor 3800+
Package Socket AM2 (940)
CPUID F.B.2
Extended CPUID F.4B
Brand ID 4
Core Stepping BH-F2
Technology 90 nm
Core Speed 997.7 MHz (5.0 x 199.5 MHz)
HT Link speed 997.7 MHz
Stock frequency 2000 MHz
Instructions sets MMX (+), 3DNow! (+), SSE, SSE2, SSE3, x86-64
L1 Data cache 2 x 64 KBytes, 2-way set associative, 64-byte line size
L1 Instruction cache 2 x 64 KBytes, 2-way set associative, 64-byte line size
L2 cache 2 x 512 KBytes, 16-way set associative, 64-byte line size
FID/VID Control yes
max FID 10.0x
max VID 1.300 V
Features XD, VT
K8 Thermal sensor yes
K8 Revision ID 5.2
Attached device PCI device at bus 0, device 24, function 0
Attached device PCI device at bus 0, device 24, function 1
Attached device PCI device at bus 0, device 24, function 2
Attached device PCI device at bus 0, device 24, function 3

Temps unter Last werden noch nachgeliefert. Der CPU-Lüfter (boxed) ist automatisch geregelt. Da ich im BIOS jedoch eine Ziel-temp von 60 Grad eingestellt habe, läuft er im normalen Anwendungsbereich beinahe unhörbar auf Minimal-Drehzahl (siehe oben).

Lautstärke


Da mir kein entsprechendes Messgerät zur Verfügung steht, kann ich die Lautstärke an dieser Stelle nur subjektiv beurteilen.
Das System ist angenehm leise, zu hören ist lediglich ein leichtes Rauschen (zumindest bis zu einem gewissen Abstand) des 92er-Lüfters. Die Entscheidung für diesen Lüfter fiel übrigens aufgrund dieser Empfehlung. Der CPU-Lüfter dagegen ist im Idle schon aus geringer Entfernung (~20cm) nicht mehr wahrnehmbar (der Lüfter dreht dann so langsam, dass er manuell angehalten werden kann). Selbst wenn das System über längere Zeit stark belastet wird, bleibt der Lüfter sehr leise.
Auch die Festplatte ist schon aus geringer Distanz nicht mehr zu hören, die Entkopplung klappt sehr gut (es sind keinerlei Schwingungen am Gehäuse spürbar).
Die potentiell größte Lärmquelle, das DVD-Laufwerk, habe ich mithilfe des Programms 'Nero Drive Speed' halbwegs ruhig gestellt (minimal zulässige Geschwindigkeit des Laufwerks = 10x).


5. Software


Media-Center


Um Filme anzusehen, vor allem aber zur Wiedergabe von Internet-Streams benutze ich das XBMC (XBox Media Center). Dank der zahlreichen Plugins kann man z.B auf die ZDF-Mediathek, Youtube oder Web-Radio zugreifen. Oder sich den aktuellen Wetterbericht anschauen (siehe unten).

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild


CD-Spieler


Dank des Displays und der Winamp-Steuerung, kann man den PC auch ohne Monitor und Tastatur/Maus als CD-Player verwenden (wodurch der Umbau natürlich ein klein wenig ad absurdum geführt wird :) ). Sobald eine CD eingelegt wird, startet Winamp, wodurch auch das Display umschaltet und dann Interpret/Titel, Track-Nr. und Position anzeigt. Es wäre auch noch mehr möglich, angezeigt werden kann grundsätzlich jede Information, die im ID-tag hinterlegt ist. Gesteuert wird der Player über die entsprechenden Bedientasten an der Front. Hier mal einige Ansichten der Display-Anzeige:

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild


LCDC


Die Konfiguration des Displays (und der daran angeschlossenen Tasten) erfolgt über das Programm LCDC. Hat man sich erst einmal ein wenig damit vertraut gemacht, stehen dem Nutzer zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. So können verschiedene Anzeige-Schemata mit bestimmten Programmen verknüpft werden. über die angeschlossenen Tasten lässt sich nicht nur das Display steuern (z.B. Kontrast/Helligkeit), sondern auch Programme starten. Ich erlaube mir einmal, an dieser Stelle auf einen THG-Artikel zu verweisen, der sich mit der Thematik befasst: Link.
Hier einige zusätzliche Bilder, die einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten der Software geben:

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild


X10Receiver.net


Positiv überrascht hat mich die X10-Fernbedienung bzw. die zugehörige Software 'X10Receiver.net v2'. Zu einem sehr günstigen Preis (FB für 7,95€ + Update auf aktuelle Software-Version für 5€) erhält man die Möglichkeit, quasi jedes gängige Multimedia-Programm zu steuern: Unterstütze Anwendungen. Startet eine untertütze Anwendnung, wechselt die Software sofort in den entsprechenden Modus.
Gekauft habe ich die Fernbedienung, die ich sehr empfehlen kann, bei Pollin.


6. Fazit


Von der Planung bis hin zur endgültigen Fertigstellung des Systems vergingen etwa 2 Monate, wobei sich die tatsächliche Arbeitszeit nur auf einige Abende beläuft. Erstaunlich einfach war die Modifizierung des Gehäuses, dazu muss man aber auch sagen, dass sämtliches Werkzeug (z.B Gewindeschneider, Flex etc.) schon vorhanden war.
Wesentlich mehr Zeit kostete der Elektronik-Kram, vor allem deswegen, weil ich auf dem Gebiet absoluter Anfänger bin. So hat der Aufbau der Winamp-Steuerung z.B. erst im zweiten Anlauf geklappt, weil ich beim ersten Versuch wegen zu großer Hitze beim Löten das Gamepad zerschossen habe. Letztlich kann ich aber nur jedem halbwegs Interessierten raten, sich ruhig mal an solche Basteleien heranzuwagen. Mir hat es viel Spaß gemacht und am Ende ist man dann doch stolz, wenn der Eigenbau funktioniert (und das teilweise besser als teure Fertigprodukte). Im Umgang mit dem Lötkolben bekommt man schnell Übung und mit der richtigen Anleitung ist wirklich jeder in der Lage kleinere Schaltungen oder Steuerungen zusammenzubasteln.
à propos Lötkolben: Da ich für den Anfang nicht soviel Geld investieren wollte, habe ich mir bei Pollin ein sehr günstiges Lötset (6,50€) geholt. Es enthält einen 30W Lötkolben mit Ständer und Schwämmchen, Lötzinn, sowie eine Entlötpumpe (wobei letztere nicht so das Gelbe vom Ei ist). Für den Anfang ist man damit erstmal gut bedient, sollten danach die Ansprüche steigen, kann man sich immer noch eine vollwertige Lötstation anschaffen (ab ~40€).

Ich hoffe, das Lesen hat Euch trotz der Länge ein wenig Spaß gemacht und ich konnte mit meiner System-Vorstellung einige Anregungen geben. Ich würde mich sehr über etwas Feedback zum System freuen und werde versuchen, etwaige Fragen zu beantworten.


Peter_Shaw (Newbie) :)




Ergänzungen 20.07.09:
- zusätzliche Bilder von verschiedenen Displayanzeigen + Ansicht der überarbeiteten Rückseite eingefügt
- Punkt 'Lautstärke' hinzugefügt

Ein Update mit neuen Bildern gibts auf Seite 2!


Dieser Beitrag wurde von Peter_Shaw bearbeitet: 29. Januar 2010, 14:48

Systemvorstellungen: Onkyo-HTPC - Server - Holz-Kubus
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#2 Mitglied ist offline   .fF 

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Geschrieben 17. Juli 2009, 21:42

Äußerst genial und bis in letzte Detail gut umgesetzt. :)

Grüße,
.fF

Dieser Beitrag wurde von .fF bearbeitet: 17. Juli 2009, 21:42

Eingefügtes Bild
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#3 Mitglied ist offline   Jumpie 

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Geschrieben 17. Juli 2009, 23:08

richtig schön umgesetzt. top
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#4 Mitglied ist offline   mofupo 

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Geschrieben 18. Juli 2009, 17:10

Schoenes Teil! Ich habe mal ein aehnliches Projekt gebastelt.
Was mich wundert, dass du so Probleme mit der Empfindlichkeit des Empfaengers hast. Ich habe auch ein von pollin, dem optischen Anschein nach genau den selben, und ich hab den Empfaenger auch intern verbaut (im besagtem Projekt). Mir ist trotzdem moeglich von einer anderen Etage aus die Fernbedienung zu nutzen.
Habe ich Tomaten auf den Augen oder hast du ueberhaupt keine Oeffungen, wo Luft einstroemen kann?

Dieser Beitrag wurde von mofupo bearbeitet: 18. Juli 2009, 17:15

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#5 Mitglied ist offline   ronopoly 

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Geschrieben 18. Juli 2009, 18:02

Top, top, top !!

Schönes Retro_Look_System.

Danke für den Tipp "XBMC". Bekomme das mit Plugins aber nicht hin. Sie werden zwar alle angezeigt, aber z.B. bei der ZDF-mediathek wird keine Liste geladen.
Hast du noch einen Tipp ?

Gruß
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#6 Mitglied ist offline   Peter_Shaw 

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Geschrieben 18. Juli 2009, 18:14

Beitrag anzeigenmofupo sagte am 18.07.2009, 17:10:

Schoenes Teil! Ich habe mal ein aehnliches Projekt gebastelt.
Was mich wundert, dass du so Probleme mit der Empfindlichkeit des Empfaengers hast. Ich habe auch ein von pollin, dem optischen Anschein nach genau den selben, und ich hab den Empfaenger auch intern verbaut (im besagtem Projekt). Mir ist trotzdem moeglich von einer anderen Etage aus die Fernbedienung zu nutzen.
Habe ich Tomaten auf den Augen oder hast du ueberhaupt keine Oeffungen, wo Luft einstroemen kann?


Zur FB: Vielleicht liegts daran, dass das Gehäuse außen komplett aus Metall ist? :allesklar: Keine Ahnung, jedenfalls betrug die Reichweite bei intern verbautem und angeschlossenem Empfänger nur noch 2-3 Meter. Ich habe aber schon eine Lösung:
Eingefügtes Bild
Damit sollte die Reichweite kein Problem mehr darstellen, die Antenne sieht zumindest recht vielversprechend aus (kostet auch nur 3€ das Ganze).

Zum Gehäuse: Richtig gesehen, es weist tatsächlich keine zusätzlichen Öffnungen auf, ist aber keineswegs luftdicht verschlossen. Bodenblech und Deckel liegen nicht plan aufeinander auf, sodass durch den Spalt von unten Luft nachströmen kann. Ich habe mir auch schon überlegt, eine Öffnung in den Deckel zu schneiden und mit Lüftergitter zu versehen (oberhalb der CPU), da das System aber ohnehin nur wenig Wärme produziert - der Prozessorkühler wird normalerweise grade mal handwarm - habe ich auf diese Maßnahme verzichtet.
Das System läuft so wie es ist auch unter Last absolut stabil, das reicht mir.

Beitrag anzeigenronopoly sagte am 18.07.2009, 18:02:

Top, top, top !!

Schönes Retro_Look_System.

Danke für den Tipp "XBMC". Bekomme das mit Plugins aber nicht hin. Sie werden zwar alle angezeigt, aber z.B. bei der ZDF-mediathek wird keine Liste geladen.
Hast du noch einen Tipp ?

Gruß


Tja, der oft kopierte, aber dennoch unerreichte Style der frühen Neunziger! :jeeehhaa:

Zum XBMC: Als erstes habe ich unter Programme den Repo Installer installiert, damit werden dann die ganzen Plugins aufgespielt. Die ZDF-Mediathek ist im Plugin 'Videomonkey' enthalten. Einfach installieren, plugin unter Videos als Quelle hinzufügen und starten. Dann ZDFMediathek auswählen, anschließend entsprechende Unterkategorie (z.B. Sendungen) --> jetzt sollte eigentlich die Liste geladen werden. Falls das nicht klappt evtl. das oben genannte plugin nochmal neu installieren. Schnelle und professionelle Hilfe gibts übrigens auf xbmc.de.
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#7 Mitglied ist offline   ronopoly 

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Geschrieben 18. Juli 2009, 19:05

Wie installierst du den repo installer/videomonkey ? Einfach in das script Verziechnis kopieren ?

Gruß
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#8 Mitglied ist offline   Peter_Shaw 

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Geschrieben 18. Juli 2009, 20:27

Beitrag anzeigenronopoly sagte am 18.07.2009, 19:05:

Wie installierst du den repo installer/videomonkey ? Einfach in das script Verziechnis kopieren ?

Gruß


Normalerweise ist das Plugin 'repo installer' schon integriert. Am besten du deinstallierst XBMC nochmal und folgst dieser kleinen Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. XBMC_for_Windows-9.04.1-repack2.exe hier herunterladen (81,1 MB)
2. Installieren und starten
3. 'Settings' auswählen, dann 'Appearance': hier unter 'Look & Feel' den Skin 'MediaStream' auswählen, anschließend unter 'Region' 'Central Europe' und 'German'
mit Escape zurück ins Hauptmenü
4. 'Programme' auswählen --> 'Programm Plugins' --> 'SVN Repo Installer' --> 'XBMC Addons' --> 'Plugins' --> 'Video'
jetzt wird die Liste der verfügbaren Plugins aus dem Bereich Video geladen (bei mir 58 Einträge)
5. Aus der Liste das gewünschte Plugin (ein diesem Fall 'Videomonkey') auswählen und installieren (dauert dann ein wenig)
6. Nach der Installation bestätigen und zurück ins Hauptmenü
7. 'Videos' auswählen --> 'Video Plugins' --> 'Videomonkey' --> 'TV' --> z.B. 'ZDF Mediathek' --> z.B. 'Sendungen' --> gwünschte Sendereihe und abschließend Sendung auswählen

Klingt jetzt furchtbar umständlich, dauert aber nur 2 Minuten. Mit den anderen Plugins kann man dann ebenso verfahren.
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#9 Mitglied ist offline   jOcKeL 

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Geschrieben 18. Juli 2009, 21:56

Auch von mir ein dickes Lob für die schöne Arbeit und die gelungene Vorstellung. :jeeehhaa:

Ist der Prozessor unter Last auch undervoltet? Hast du auch schon mal gemessen, wieviel das System verbraucht?

Ansonsten ist dein System auch auf der Hauptseite verlinkt. :allesklar:
SilentHardware.de bei TwitterVorstellung meines alten Testsystems

[Work]: [i5 2405S | Asus P8H67-I | 8GB Mushkin | Intel HD3000 | 120GB Intel 320 SSD + 128GB Samsung SSD | picoPSU | Lian Li PC-Q07B]
[HTPC]: [PS3?]
[Home Server]: [X2 215 | MSI 785GTM-E45 | 2GB OCZ | 2x750GB, 1x500GB, 2x2000GB | TT 300W 80+ Bronze | Ikea Expedit]
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#10 Mitglied ist offline   Peter_Shaw 

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Geschrieben 18. Juli 2009, 22:15

Beitrag anzeigenjOcKeL sagte am 18.07.2009, 21:56:

Auch von mir ein dickes Lob für die schöne Arbeit und die gelungene Vorstellung. :jeeehhaa:

Ist der Prozessor unter Last auch undervoltet? Hast du auch schon mal gemessen, wieviel das System verbraucht?

Ansonsten ist dein System auch auf der Hauptseite verlinkt. :allesklar:


Wow, danke für die Blumen!

Also die Verbrauchswerte habe ich schon gepostet. Läuft die CPU auf den vollen 2 GHz liegen 1,2V an, also nur leicht unter dem Standard-Wert. Vermutlich geht noch mehr (bzw. weniger), da müsste ich noch ein wenig testen.
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#11 Mitglied ist offline   jOcKeL 

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Geschrieben 18. Juli 2009, 22:31

Die Verbrauchswerte mal wieder klassisch übersehen...
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#12 Mitglied ist offline   www_Gardi_de 

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Geschrieben 19. Juli 2009, 07:43

Klasse!

Ein interessantes Projekt, habe es als Linkverweis im OOT-Forum eingefügt.

Gibt es weitere Umbauprojekte wo ein Onkyo Produkt verwendet wird? Dann Info an mich.

Beste Grüße
OOT-Dirk
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#13 Mitglied ist offline   Fratz 

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Geschrieben 19. Juli 2009, 17:53

Wow, klasse RetroHTPC! Fällt nicht auf zwischen den Bausteinen und bis aufs letzte Detail klasse umgesetzt!
Der Fratz hat endlich eine Systemvorstellung bei SHW
E4300 | 965P-DS3 | 4GB G.Skill | X1950 Pro | HD103UJ
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#14 Mitglied ist offline   TiredHornet 

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Geschrieben 22. Januar 2010, 20:56

Echt klasse HTPC. Besondern gefällt mir die Lösung mit den Tasten und dem Display. Ich überlege mir auch dieses Display anzuschaffen für ein HTPC in einem Denon F100 CD-Player. Wo hast du es den her? Würdest du es auch empfehlen wenn du nur 5 Tasten brauchen würdest? Kannst du mir vielleicht noch sagen wie gross in cm die Schachtel vom Display ist? Evtl. kann ein Freund es für mich aus den Staaten mitnehmen ist aber eine Frage der Grösse (wiegen tut es wohl nichts?).

Gruss
TiredHornet

Dieser Beitrag wurde von TiredHornet bearbeitet: 22. Januar 2010, 21:16

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#15 Mitglied ist offline   Peter_Shaw 

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Geschrieben 29. Januar 2010, 11:30

Das Display habe ich bei Mouser Electronics gekauft, die haben ihren Sitz in Mansfield (Texas). Allerdings gibt es eine deutschsprachige Website und die Überweisung lief über eine Bank in London, also innereuropäisch, was die Sache deutlich erleichtert hat.

Mit dem Display bin ich sehr zufrieden, die zusätzlichen Tasten nutze ich v.a. um die Displayeigenschaften zu regeln und manuell zw. verschiedenen Screens zu wechseln. Man könnte darüber z.B. auch Programme starten, aber dafür habe ich ja die Fernbedienung.
Für die wichtigsten Tasten (Play, Pause usw.) benutze ich nach wie vor die Winamp-Steuerung, allerdings könnte man auch mit den Display-Tasten Winamp steuern. Es gibt aber, soweit ich weiß, keine Unterstützung für andere Player, wie iTunes oder WMP, ieser Hinsicht ist die Winamp-Steuerung flexibler.

Ich habe die Möglichkeit, übers Diplay zusätzliche Tasten zu belegen, eher als Bonus gesehen, war aber nicht kaufentscheidend.
Die Schachtel misst übrigens 25x16x8cm, das Gewicht ist vernachlässigbar (dürfte unter 100g liegen)

Noch was zur selbst gebastelten Winamp-Steuerung:
Da die spaceflakes-Software unter Win7 nicht läuft, bin ich auf das kostenlose Programm "joytoany" umgestiegen. Es bietet Unterstützung für Winamp und itunes, außerdem gibt es eine Maus-Funktion, man kann Hotkeys ansprechen und Windowsfunktionen steuern.

Grüße,
Peter_Shaw
Systemvorstellungen: Onkyo-HTPC - Server - Holz-Kubus
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