Übertragungsraten bei S-ATA-Platten und SSD
#1
Geschrieben 05. November 2009, 14:35
ich bin aber überlegen ob ich für meinen Mediaserver eine kleine SSD kaufe. Ich hab dafür mal die Übertragungsraten mit der derzeitigen WD Green Caviar verglichen.
Laut diverser Händler (z. B. http://www.memshop.de/western-digital-wd20...te-p-1922.html) hat die WD eine Datenübertragungsrate von 300MB/s. Ich wollte jetzt bei idealo.de nach entsprechenden SSD suchen lassen, dort wird aber nach Schreibtransferrate und Lesetransferrate unterschieden. Nach welchen Werten müsste dann denn suchen will man die Möglichkeiten einer SSD einordnen?
Ab welcher Übertragungsrate werden denn SSDs interessant, sprich: Wo bootet das System spürbar schneller (die Bootzeiten sind das Hauptaugenmerk).
Kann man von diesen theoretischen Zahlen überhaupt halbwegs auf die Realität schließen?
#2
Geschrieben 05. November 2009, 14:42
hier ist mal eine Review der WD Green:
http://techreport.co...cles.x/15769/10
SSD Review
http://techreport.co...cles.x/16848/12
Die Green wird von jeder SSD sowas von locker in die Tasche gesteckt, ich würde trotzdem welche mit JMicron Controller umschiffen. Aber schau dir einfach die Reviews beide in Ruhe an.
NAS | Antec Mini P180 | AMD Athlon X2 4850e mit Scythe Ninja2 | Gigabyte GA-MA74GM-S2H | 2x WD GP 1000GB
Desktop neu | Antec Mini P180 | Intel Core i5 2500K mit Scythe Ninja 3 | MSI H67MA-E35| 2x2GB | WD GP 500GB in Scythe QD
Desktop alt | Chieftec Mesh-Serie Miditower | Intel Core2 Duo 6400 mit Scythe Ninja B | Gigabyte P965-DQ6 | 2x1GB| 7950 GT mit ArcticCooling S1 | WD GP 500GB in Scythe QD
#3
Geschrieben 05. November 2009, 15:47
Zitat
Generell nein. Die Angabe von 300 MB/s, die du da gefunden hast ist nur die theoretische Leistung der SATA-II-Schnittstelle. Das sagt maximal wo "nach oben" Schluss wäre, aber erst SSDs kommen langsam dieser Grenze überhaupt nahe.
Was reine sequenzielle Transferraten und die mittlere Zugriffszeit angeht, sind die meisten SSDs gut bis sehr gut (d. h. Festplatten überlegen). Dafür gibt es bei günstigen SSDs aber andere Pferdefüße. Die wichtigsten:
- die sequenzielle Transferrate ist im Alltagsbetrieb nicht ausschlaggebend für die gefühlte Geschwindigkeit der Platte, das Lesen/Schreiben von kleineren Blöcken ist viel wichtiger. Bei alten SSD-Controllern treten sogar Aussetzer auf, die das ganze System ausbremsen.
- SSDs ohne Unterstützung des TRIM Kommandos (bisher können das nur einige Indilinx und die zweite Generation von Intel) werden langsamer, wenn sie vollgeschrieben sind. Bei anderen kann man das nur manuell beheben.
Wenn es dir vor allem um einen sehr schnellen Systemstart geht, könntest du dich mit einer Kombination aus günstiger SSD und WD Green behelfen: Die WD würde ich zum Booten verwenden und das System bei Nichtgebrauch in den Ruhezustand (mit hiberfile auf der SSD) versetzen. Das ist erfahrungsgemäß ziemlich flott.
#4
Geschrieben 06. November 2009, 23:09
Ruhezustand kommt für mich nicht in Frage, wenn dann richtig aus. Wenn ich nicht daheim bin, schnalte ich eh die Steckdosen aus, an der die TV-technik hängt.
Auf was wäre denn für die Boot-Partition zu achten?
#5
Geschrieben 07. November 2009, 00:51
vex sagte am 06.11.2009, 23:09:
Kein Problem. Mit "Ruhezustand" meint Wintermute suspend-to-disk, im Gegensatz zu suspend-to-RAM. Deswegen das hiberfile auf der SSD. Da kannst du den Strom abdrehen und der Rechner wacht später trotzdem wieder gut auf.
Wintermute sagte am 05.11.2009, 15:47:
Nicht auch von der SSD booten? Die ist doch im Lesezugriff schneller, besonders bei kleinen Dateien.
So wie du's vorschlägst wird das Aufwachen sehr schnell und, sofern die SSD große Dateien schnell schreibt, auch das Einschlafen. Aber wenn die SSD ansonsten gar nicht eingesetzt würde, wäre sie mir zu teuer. Da könnte man ja theoretisch den Rechner durchlaufen lassen (so wie es vex gerade nicht macht) und wäre noch schneller. Der Strom kostet wohl weniger als die SSD.
#6
Geschrieben 07. November 2009, 00:55
Zitat
Berechtigter Einwand - ein im S3 sehr sparsames Board wäre wohl die clevere Alternative und toppt jede SSD was die Zeit zum Aufwachen angeht.
#7
Geschrieben 07. November 2009, 10:46
Das suspend-to-disk hab ich noch nie gehört. Die Wikipedia verweist nur auf den Artikel Ruhezustand. Kann denn eine SSD die dafür notwendigen Daten speichern auch ohne dass Strom anliegt? Das wäre ja mal was? Funzt sowas mit jeder SSD?
Die oben geposteten Reviews nützen mir leider wenig, mein Englisch liegt seit 25 Jahren brach.
#8
Geschrieben 07. November 2009, 11:10
Zitat
Also, ich würd dir raten von der SSD Abstand zu nehmen und erstmal schauen was dein bestehendes System im S3 (Suspend-to-RAM) noch aus der Steckdose zieht. Gute Mainboards kommen mit ~1,8 bis 3 Watt im S3 aus: für den Gegenwert einer kleinen SSD könntest du den Rechner wohl Jahrzehnte so betreiben. Das Aufwachen geschieht binnen ~5 Sekunden. Zum Vergleich: mit guter SSD braucht man immer noch eine gute Minute vom Einschalten bis zum Punkt wo das Betriebssystem Eingaben entgegen nimmt.
#9
Geschrieben 07. November 2009, 11:21
vex sagte am 07.11.2009, 11:46:
Das dürfte das Gleiche sein. Der Inhalt des RAM wird auf die Festplatte geschrieben und somit ist auch kein Strom mehr nötig.
JEDE (aktuelle) SSD speichert Daten, ohne daß Strom anliegt, das ist ja gerade der Vorteil von Flash-Speicher.
Die Zeiten, wo eine SSD aus RAM gebaut wurde, sind zum Glück schon eine ganze Weile vorbei, die waren alles andere als sparsam.
....................Intel X25-M G2 80GB, Seagate 7200.12 1TB - LG DVDRAM GSA-4167B - Sharkoon Rebel9 - BeQuiet SP E7 400W - 2xSlipstream120mm@800U/Min
.
File-Server: Sempron LE-1150 (1,6GHz@0.85V) - Scythe Shuriken(semi-passiv) - Gigabyte MA785GM-US2H - 2x1GiB Aeneon800
..................WDgreen 2TB(EARS) - [tbd: BluRay-LW] - Yeong Yang A 211 mit 100mm-ScytheKazeJyu@500U/min - PicoPSU(MCubed EF14)
#10
Geschrieben 07. November 2009, 11:50
Magiceye04 sagte am 07.11.2009, 11:21:
das glaubst auch nur du http://forum.silenth...showtopic=33658
sparsam ist die allerdings wirklich nicht
kurze bootzeiten sind zwar schön und gut, aber länger als das Booten dauert bei mir die Hardwareinitialisierung welche sich wirklich nur durch den Standbymodus umgehen lässt (bei Vista/W7 würde ich da übrigends anraten den Hybridmodus abzuschalten, sonst dauert das "einschlafen" länger)
Außerdem dauert das Aufwachen bei viel Ram auch ne zeit, bis dahin hat man meist auch richtig gebootet - einziger Vorteil ist das man nahtlos weiter arbeiten könnte da die Fenster offen und alle Einstellungen erhalten
#11
Geschrieben 07. November 2009, 18:28
Hochleistungsserver, die dauerhaft kleine Dateien hin- und herschaufeln müssen?
....................Intel X25-M G2 80GB, Seagate 7200.12 1TB - LG DVDRAM GSA-4167B - Sharkoon Rebel9 - BeQuiet SP E7 400W - 2xSlipstream120mm@800U/Min
.
File-Server: Sempron LE-1150 (1,6GHz@0.85V) - Scythe Shuriken(semi-passiv) - Gigabyte MA785GM-US2H - 2x1GiB Aeneon800
..................WDgreen 2TB(EARS) - [tbd: BluRay-LW] - Yeong Yang A 211 mit 100mm-ScytheKazeJyu@500U/min - PicoPSU(MCubed EF14)

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