Also ich hab mich nach langem Überlegen letztendlich für die 80GB Intel Postville entschieden.
Die Größe hätte ich zwar nie gebraucht, aber die 40GB-Version ist deutlich langsamer und die 32GB-Versionen anderer Hersteller mit Indilinx-Controller fand ich überteuert. Die 64GB mit Indilinx wären vielleicht noch eine Option gewesen, aber bei meinen bevorzugten Händlern nur unwesentlich billiger als Intel.
Drauf habe ich bisher nur WindowsXP und alle Programme (so viele nutze ich zum Glück nicht), auf einer großzügigen 20GiB-Partition. Die restlichen 55GiB nutze ich als temporäre Partition, aber da soll später dann eigentlich Windows7 und evtl. Ubuntu noch mit drauf.
Ich hab die Gelegenheit gleich genutzt, um endlich von Windows2000 abzukommen und daher gar nicht erst herumprobiert, ob es mit einem Image-Kopierer was wird. Das Alignment wäre dann womöglich nicht korrekt gewesen. Um eben dieses Problem des falschen Alignments durch WindowsXP zu umgehen, habe ich die Partitionen von einem Rechner mit Windows7 erstellt, somit passt alles.
Alle paar Tage wird die Intel SSD Toolbox gestartet, um die SSD zu trimmen bzw. um gelöschte Bereiche für die SSD sichtbar freizugeben. Das klappt beim Nforce-Chipsatz allerdings nur, wenn der Controller auf IDE steht und auch nur in Version1.1 des Tools, Intel bietet aber nur 1.2 zum Download an...
WindowsXP braucht bei mir ca. 15 Sekunden ehe es benutzbar gebootet ist (davor leider noch 20 Sekunden Bios-Muddeleien), alle Autostartanwendungen sind quasi dann schon geladen.

Programm, die länger als 1Sekunde zum starten brauchen, hab ich bisher noch nicht gefunden, meist liegt es darunter.
Sowas wie "Eigene Dateien" nutze ich grundsätzlich nicht. Meine Dateien liegen größtenteils auf der Datenplatte, so daß ich beim Zurückspielen eines alten Images nicht erst schauen muß, was ich vorher noch sichern muß. Ein paar Dateien gibts noch, die auf SSD liegen (Mails/Browsereinstellungen), die kopiere ich halt dann entsprechend auf die Datenplatte, wenn es der Systempartition an den Kragen geht.
Zum Schluß noch eine umfangreiche Übersicht, die ich in einem anderen Forum gefunden habe, leider weiß ich nicht mehr wo:
Zitat
Man muss grundsätzlich von allen SSDs mit J-Micron JMB601 Controller abraten, zumal die günstigsten SSDs mit Indilinx- bzw. Samsung–Controller kaum teurer sind, dafür aber um Welten performanter und zuverlässiger.
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JMicron JMF602B bzw. baugleicher Toshiba TC58NCF602GAT Controller (kein Cache, nicht geeignet als Systemplatten, Controller erzeugt System-Freezes):
A-Data SX81
G.Skill "GB" Serie
OCZ Core
OCZ Core V2
OCZ Solid
Patriot Warp
Patriot Warp V2
SuperTalent MasterDrive OX
Buffalo "NSUM" Serie
Kingston V
Corsair M (Legacy)
Diese Platten sind nicht empfehlenswert, aufgrund der schlechten Leistung des verwendeten Controllers und dem in Relation zur Nachfolge-Generation extrem schlechten Preis-/Leistungsverhältnis. Sehr schlechte "Sustained-Write" Raten und miserable IOPS (Input Output Operations Per Second).
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Dual JMicron JMF602B Controller (internes RAID-0, kein Cache, nicht geeignet als Systemplatten, Controller erzeugt System-Freezes):
A-Data SX94
G.Skill "GBT1" Titan
OCZ Apex
Patriot Warp V3
Diese Platten sind ebenfalls nicht empfehlenswert, aufgrund der schlechten Leistung des verwendeten Controllers und dem in Relation zur Nachfolgegeneration sehr schlechten Preis-/Leistungsverhältnis. Schlechte "Sustained-Write" Raten und miserable IOPS.
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Indilinx Barefoot Cache Controller (64 MB Cache und MLCs von SAMSUNG, geeignet als Systemplatten, Controller erzeugt KEINE System-Freezes):
G.Skill Falcon
OCZ Vertex
SuperTalent UltraDrive ME
SuperTalent UltraDrive GX (aber Vorsicht bei der 128GB Version!)
Patriot Torqx
Corsair X (Extreme)
A-Data XPG SX95
Mushkin Europe 2
Diese Platten sind intern baugleich, haben eine hohe Spitzenleistung bei durchschnittlichen "Sustained-Write" Raten und IOPS. Sie sind als Systemplatten uneingeschränkt tauglich, man muss aber unter XP und Vista (unter Windows 7 nicht notwendig) gelegentlich das TRIM-Tool drüberlaufen lassen um die maximale Schreibrate auf Dauer zu erhalten.
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Indilinx Barefoot Cache Controller (OC) (Controller und 64 MB Cache sind übertaktet, MLCs von SAMSUNG, geeignet als Systemplatten, Controller erzeugt KEINE System-Freezes):
OCZ Vertex Turbo
Etwa 5% schneller als die obigen Standardversionen, aber oft bis zu 30% teurer.
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Indilinx Cache Controller (64 MB Cache aber MLCs von diversen Herstellern, geeignet als Systemplatten, Controller erzeugt KEINE System-Freezes):
OCZ Agility
Supertalent Ultradrive GX 128 GB (gibt es mit teilweise unterschiedlicher Bestückung!)
G.Skill Falcon II (MLCs von Intel)
Patriot PS-100
Supertalent Ultradrive GX2
Diese Platten haben eine gute Spitzenleistung und durchschnittliche "Sustained-Write Raten". Sie sind als Systemplatten tauglich. Ansonsten gilt das Gleiche wie bei allen anderen Indilinx-SSDs, nur dass hier billigere/langsamere MLCs verbaut werden. Sollten sie nicht wesentlich günstiger als die Standard Indilinx-Platten werden braucht man diese SSDs erst gar nicht in die engere Wahl nehmen, da sie bis zu 20% langsamer als die Standardversionen sind (je nach MLC-Hersteller).
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SSDs mit Samsung S3C29RBB01 Cache Controller (128 MB Cache, MLCs von SAMSUNG, sehr gut geeignet als Systemplatten, hohe Dauerleistung):
Samsung PB22-J
OCZ Summit
Supertalent Masterdrive SX
Corsair P (Performance)
Patriot Torqx M28
Mushkin Europe 3
Kingston SSDNow V+
Diese Platten sind auch intern baugleich (SAMSUNG OEM-Platinen mit Samsung MLCs). Sie haben eine relativ hohe Spitzenleistung, gute "Sustained-Write Raten" sowie gute IOPS. Sie sind als Systemplatten uneingeschränkt tauglich, die systemrelevante "Gesamtleistung" liegt etwas höher als bei "Indilinx"-Platten. Mit aktuellen Firmware-Versionen sind diese Platten inzwischen unter Windows 7 ebenfalls automatisch TRIM-fähig.
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SSDs mit Toshiba Cache-Controller (128MB Cache, MLCs von Toshiba, geeignet als Systemplatte, durchschnittliche Dauerleistung, schlechte Zugriffszeiten)
Supertalent Ultradrive DX
Hersteller ist Toshiba, Supertalent vermarktet sie nur als OEM Version. Die Datenblätter verweisen auf Zugriffszeiten von 1 ms, was um den Faktor 10 schlechter wäre als bei Indilinx- und Samsung-SSDs.
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Intel Controller (16 MB Cache, sehr gut geeignet als Systemplatte, hohe Dauerleistung):
Intel X25-M (Mainstream)
Kingston SSDNow
Diese etwas älteren Platten sind baugleich, sehr zuverlässig und haben eine hohe "Sustained-Write" Leistung. Sie sind als Systemplatten uneingeschränkt tauglich. Hohe Leistung bei den IOPS, aber verhältnismäßig überteuert.
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Intel Controller (32 MB Cache, hervorragend geeignet als Systemplatte, sehr hohe Dauerleistung):
Intel X25-M Postville
Die Postvilles sind sehr zuverlässig und haben eine hohe "Sustained-Write" Leistung. Sie sind als Systemplatten uneingeschränkt tauglich, bei extrem hoher Leistung in den IOPS. Nur die neue 40 GB Variante dieser Serie fällt auf Grund ihrer sehr schlechten Schreib-Performance aus dem Rahmen und enttäuscht gegenüber den hervorragende Leistungen der restlichen Varianten (80/160/320 GB). Bei der 40 GB Version wird nur die Hälfte der möglichen Flash-Channels benutzt, was die Schreibgeschwindigkeit faktisch halbiert.
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Fazit:
Summa Summarum stammen "einige" der derzeit "systemrelevant" schnellsten MLC-SSDs aus der Postville Serie von Intel, die aber neben der hohen IOPS-Performance leichte Schwächen bei der Schreibgeschwindigkeit haben (mit aktueller Firmware aber immerhin 105 MB/s). Das ist aber von Intel so gewollt, da die Schreibgeschwindigkeit bei diesen SSDs künstlich gebremst wird. Dafür haben diese Intel-SSDs mit 0.06 ms bis 0.08 ms die niedrigsten Zugriffszeiten aller MLC-SSDs.
An zweiter Stelle liegen die Samsung-basierten SSDs auf Basis des RBB01 Controllers, die gegenüber der Intel Serie eine schlechtere Leseperformance und etwas schlechtere IOPS haben, aber dafür deutlich höhere maximale Schreibgeschwindigkeiten.
Und an dritter Stelle liegen die Vertreter der Indilinx-Barefoot-Fraktion (Vertex und Co.), die wiederum eine etwas bessere Leseperformance als die Samsungs haben, aber in den IOPS merklich darunter liegen.
Wir gesagt, dieses Fazit basiert auf den systemrelevanten Eigenschaften bei alltäglichen Betrieb dieser SSDs. Wer allerdings nur die Benchmark-relevanten Werte oder die Werbeangaben sieht, der mag zu einer anderen Einschätzung kommen, es soll ja Leute geben die ihre Platten nur zum Benchen brauchen.
Dieser Beitrag wurde von Magiceye04 bearbeitet: 22. Februar 2010, 15:08