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Tutorial: Bitumenbox und BTB *Deluxe Edition*
Webfire
Beitrag 20.06.2004, 20:28
Beitrag #1


Silber Mitglied
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Also nun ein ausführlicher Bericht zu meiner verbesserten Version der Bitumendämmbox. Die Grundidee stammte von NoNoise und ist hier zu betrachten. Ich hatte Bedenken, dass meine Seagate Barracuda V, mit 50°C (im normal eingebauten Zustand), zu heiß wird für eine normale Bitumenbox.
Also dachte ich mir, dass ich dem Zalman HDD-Kühler eine ordentliche Funktion bescheren könnte.

Was ihr zum Bau braucht:
CD-Rom Gehäuse
3 Bitummenmatten von Conrad Artikel-Nr.: 854676 - 13
1 Zalman ZM-2HC1
1 Kühlkörper, z.B. von Fischer Elektronik SK 92 ~20€
1 Set Schwingelemente weich oder mittel Artikel-Nr.: 223926 - 14
Wärmeleitpaste
Evtl. schwarze Farbe für die, die es noch lackieren wollen.

Als erstes habe ich den Zalman HDD-Kühler auseinander genommen und 5 Heatpipes entfernt. Ich denke, dass die Kühlleistung dadurch nicht extrem beeinträchtigt wird und man hat eine bessere Dämmwirkung.

Dann habe ich in das obere Teil des CD-Rom Gehäuses die Löcher für die Heatpipes gebohrt. Man muss aufpassen, dass man das so anzeichnet wie man die Festplatte auch einbauen will, denn die Heatpipes haben unterschiedlich große Abstände auf beiden Seiten. Mir ist es nämlich passiert das ich die Löcher auf einer Seite erst falsch gebohrt hatte und musste zwei von denen dann neu bohren.

Mit Heatpipes sollte das Ganze dann so aussehen:
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Als nächstes habe ich mir den Kühlkörper vorgenommen. Ich habe angezeichnet wo die Heatpipes rein müssen und dann mit der Kreissäge dort eine Rille reingeschnitten. Ich musste bei jeder Rille zweimal ansetzen sonst hätte die Breite nicht gereicht. Ich würde empfehlen jedes Mal zu prüfen ob die Heatpipes auch passen und die Abstände stimmen. Am besten einen kleinen Schnitt machen, prüfen ob es passt, dann die ganze Rille sägen und nochmal prüfen.

Hier der Kühlkörper nach der Bearbeitung:
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Wenn ihr euch wundert wieso der Kühlkörper an der Seite auch gesägt ist, ich hatte den falschen Kühlkörper ausgesucht, der war ein paar cm zu breit, also musste ich ihn noch ein wenig schmälern.

Natürlich müsst ihr die Rillen nicht mit der Kreissäge machen, wenn ihr ne Fräse oder so habt dann geht das damit bestimmt besser. Nur leider haben wir sowas nicht, zumindest nicht für Metall.
Nach dem Sägen die Rillen nochmal mit Schleifpapier abschleifen, damit das ein bisschen glatter wird.

Dann habe ich in den unteren Teil des CD-Rom Gehäuses noch vier Löcher für die Schwingelemente gebohrt. Über die Löcher habe ich dann die Muttern mit Sekundenkleber befestigt.
Damit waren die Vorarbeiten erstmal fertig, jetzt habe ich angefangen die Bitumenmatten einzukleben. Ich hab das genauso gemacht wie NoNoise schon. Ich werd jetzt nicht mehr viel dazuschreiben, schaut es euch einfach bei ihm an.
Ich habe die Matten einfach über die Löcher für die Heatpipes drübergeklebt und am Ende einfach nochmal mit dem Bohrer durchgebohrt, ging einfacher, als in alle Löcher zu schneiden. Wenn der Bohrer danach voller Bitumen sein sollte, bohrt einfach in ein Stück Holz rein und dann ist er wieder sauber.

Wem es egal ist, ob das ganze nun grau oder schwarz ist, ist hier schon fast fertig. Nun geht es an das Airbrushen, wen das nicht interessiert einfach am Ende weiterlesen.

Ich habe alle Teile, die lackiert werden sollen, mit Schmirgelpapier abgeschliffen. Erst gröberes etwa 100er Körnung und dann feineres 400 oder sowas. Es wäre wohl am besten, danach nochmal mit 1000er Nassschleifpapier drüberzugehen, aber das hab ich zu spät in einem Airbrush Forum gelesen.
Vor dem Airbrushen:


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Nun habe ich alles sauber abgeklebt und mit einem Airbrushgerät schwarz angesprüht und einen Tag lang trocknen lassen. Ich musste zusätzlich noch den Kühlkörper an den Seiten lackieren. Irgendwie is der auch am besten geworden, vielleicht lag es an der Oberfläche.

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Leider habe ich nicht soviel Erfahrung mit Airbrush, deshalb ist das nicht perfekt geworden. Vielleicht sollte man es vorher grundieren. Wenn jemand mehr Ahnung davon hat, kann er sich gern bei mir melden, damit ich es nächstes Mal besser machen kann.

Damit sind wir also fast fertig. Jetzt geht’s ans zusammenbauen. Als erstes die Heatpipes durch den Deckel stecken, diese dann mit Wärmeleitpaste einschmieren und die Backen des Zalmankühlers wieder dranschrauben. Legt am besten den Kühlkörper vorher drauf, damit die Heatpipes eine größtmögliche Auflagefläche haben.


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Als nächstes die Festplatte festschrauben und die Box zuschrauben. Jetzt schmiert ihr kräftig Wärmeleitpaste in die Rillen des Kühlkörpers und setzt diesen dann auf die Heatpipes.

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Wer will kann den Kühlkörper noch zusätzlich mit einem kleinen Winkel festschrauben. Dazu schneidet ihr einfach ein Gewinde in den Kühlkörper und dann noch eins in die Box, dann nur noch festschrauben.

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So sieht das dann bei mir fertig aus:

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Jetzt müsst ihr das Ganze nur noch am Gehäuseboden festschrauben, genauso wie die Box von NoNoise.

Die Dämmleistung der Box ist wirklich gut, ich kann sowohl Zugriffsgeräusche als auch Laufgeräusche so gut wie nicht mehr hören. Einen Vergleich zwischen der normalen Box und dieser kann ich im Moment noch nicht anstellen, meine normale Box ist in meinem anderen PC eingebaut. Eventuell reiche ich das noch nach.
Auch die Temperaturen sind mit 37° nach gut einem Tag Laufzeit auch absolut akzeptabel, dazu muss gesagt werden, dass die Box im Moment in keinem Luftstrom liegt.

P.S.: Bevor das Ganze in die Tutorial Sektion verschoben wird, wäre es gut wenn das nochmal jemand lesen könnte, um mögliche Fehler oder Unklarheiten zu beseitigen. Wenn irgendwas fehlt, sagt Bescheid dann änder ich das nochmal.


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NoNoise
Beitrag 25.07.2004, 13:16
Beitrag #2


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Nachdem die Idee und Umsetzug der Bitumenbox, einer Festplattendämmbox mit Bitumenauskleidung, schon über ein halbes Jahr alt ist, wurde es Zeit für ein Tutorial. laugh.gif
Die bisherige 'Anleitung' und viele, viele Erfahrungen von anderen Forumsmitgliedern, die diese Box nachgebaut haben, findet ihr etwas weniger kompakt in diesem Forumsthread.

Vorgesehen ist diese Box um den Lärm von bereits sehr leisen Festplatten, wie z.B. denen von Samsung oder Seagate, möglichst weit zu reduzieren.

Benötigt werden folgende Bauteile:
- 1x Festplatte (vorhanden (?))
- 1x leeres Gehäuse eines CD-ROMs (entweder ein altes ausschlachten oder z.B. für 1€ ein oder drei Stück bei Ebay ersteigern)
- 3x Kfz-Bitumenmatte Artikel-Nr.: 854676 - 13 von Conrad (bei 3 Platten hat man genügend für Verschnitt, für eine Box; NACHTRAG: Einige Leute berichten, dass sie etwas mehr als 3 Matten benötigt haben, hierfür kann es verschiedenen Gründe geben: a ) eine extra Schicht Bitumen wurde im Bereich der Elektronik genutzt b ) eine überlange CD-Box c ) mehr Verschnitt)
- 1x SCHWINGELEMENT TYP AT/10X8/WEICH (ca. 40Shore) Artikel-Nr.: 223926 - 14 von Conrad
- M4 Muttern, z.B. Artikel-Nr.: 815632 - LN von Conrad
- 1x Kurzes 4pin Striomverlängerungskabel (z.B. Y-Adapter oder 12V(4pin)->5V(3pin)-Adapter)
- Alutape, z.B. Artikel-Nr.: 800202 - 13 von Conrad
- Optional (zum Höherlegen der Box): Distanzstücke, z.B. Artikel-Nr. 526690 - 14 (Link zu anderen Längen dort vorhanden)





Als erstes werden die Ausschnitte - wenn benötigt - für die Kabel in der Metallbox gedremelt (sind hier etwas überdimensioniert - eigentlich benötigt man nur die Vergrößerung für das Datenkabel und das auch nur, wenn man die FP an den Slave-Anschluss (mittlerer Abgriff) eines PATA-Rundkabels anschliessen möchte):




Dann werden die vier Löcher (Durchmesser 4,5mm) für die Entkoppler in den Box-Deckel gebohrt (entsprechende Löcher werden auch auf dem Gehäuseboden des PCs benötigt):




Die selbsklebenden Bitumenplatten werden immer abwechselnd an die Seiten und Boden geklebt, so dass, auch falls die Ecken manchmal nicht hundertprozentig geschnitten sein sollten, doch aufgrund des 'Labyrinths' kein Lärm dort entweichen kann.
Die Ausschnitte für die Kabel sollten passgenau gefertigt sein. Alle Stellen wo der Deckel auftrifft haben ein oder zwei leicht überstehende Bitumenkanten, so dass der Deckel dort absolut dicht schließt.
Im CD-ROM-Gehäuse ist gerade genug Platz für 2 Lagen Bitumen auf dem Boden und 3 Lagen im Deckel.
Detailansicht der Anschlussseite:




Detailansicht der geschlossenen Box-Seite:





Um die Box später leichter aufzubekommen, ist es ratsam die Bitumenkanten mit Alutape zu versiegeln, da ansonsten das Bitumen stark aneinander klebt:




Die FP passt genau in den Ausschnitt, dadurch ist auch eine gute Wärmeübertragung gewährleistet Empfehlenswert ist an den Stromanschluss der FP ein kleines Verlängerungskabel fest anzubringen, damit man die FP aus dem PC nehmen kann ohne die Boxen zu öffnen. Die FP beomme ich übrigens recht einfach aus der Box.
Dämmbox mit FP, offen:




Auch der Deckel bekommt seine 'Bitumenbeschichtung', in die erste Bitumenlage werden die Muttern zur Befestigung der Entkoppler eingelassen:




So sieht die fertige Box dann aus:




Die Lagerung mit den Gummientkopplern ist sehr weich. Aufgrund der hohen Masse der FP+Box ist nicht mit einer verschlechterten Zugriffzeit zu rechnen.
Die Gummipuffer können direkt als Füsse genutzt werden und werden am Deckel der Box befestigt (Der Deckel der Box liegt beim Einbau unten)




Und so sieht das ganze dann mit 4 Entkopplern im Gehäuse angebracht aus (Hier etwas höhergelegt mit zusätzlichen Distanzstücken). Für eine gute Kühlung ist es sehr ratsam, wie in dieser Vorstellung eines Silent Office PCs gut zu sehen, unter der Bitumenbox ein Belüftungsloch unter der FP vorzusehen:




Auch möglich ist die Befestigung zweier Boxen zusammen (aber mit etwas Abstand zur Durchlüftung) am Boden des Gehäuses (auch hier befindet sich ein 120er-Bodenloch zur Belüftung unter den FP):




In die Bitumenbox habe ich bisher folgende Festplatten eingebaut: Seagate Barracuda V ST380023A, Samsung SV1203N und Samsung SV0802N

Die Temperatur der Festplatten liegt ca. 3-4°C über der Temperatur ohne Box. Damit liegt die Temperatur insbesondere mit dem Belüftungsloch im Gehäuseboden weit unter der max. zulässsigen Temperatur für FP von meist 55°C. cool_matrix.gif
Der Einfluss einer guten Belüftung der FP auf die FP-Temperatur ist wesentlich höher als der Einfluss der Box selber (meine FP-Temps waren vor dem Silencen meines PCs über 10°C höher als jetzt in der Bitumenbox eek.gif).

Die Dämmwirkung ist sehr gut. Um die Festplatten überhaupt noch wahrnehmen zu können, muss es schon extrem ruhig sein (spät nachts) und man braucht gute Ohren. thumb.gif
Die hochfrequenten Geräusche werden vom Bitumen sehr gut gedämmt, die Entkopplung ist zur Verhinderung von Gehäuseschwingungen notwendig.

Die Erfahrung von anderen Forumsmitgliedern, die weitgehend meinen positiven Erfahrung entsprechen, könnt ihr hier im Originalthread detailiert nachlesen. Ich würde mich freuen dort auch eure eigenen Erfahrungen mit der Bitumenbox zu erfahren. smile.gif
EDIT: Einige oft gestellte Fragen sind in den FAQ zur Bitumenbox bereits beantwortet.

Die Kosten belaufen sich auf 10-20€ je Box. Der Arbeitsaufwand beträgt einige Stunden, jedoch benötigt man keine besonderen handwerklichen Fähigkeiten. wink.gif


Ich wünsche allen viel Spass beim Nachbauen. smokin.gif

PS: Wer was kaputt macht, darf den Schaden behalten. innocent.gif

© NoNoise

Der Beitrag wurde von Osmosis Jones bearbeitet: 23.07.2009, 15:08


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NoNoise
Beitrag 03.01.2005, 00:52
Beitrag #3


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Da doch etliche Fragen zur Bitumenbox immer wieder auftreten, hier eine kurze FAQ.
Sollten noch weitere Fragen bestehen oder Verbesserungsvorschläge zur FAQ existieren, postet diese bitte in den 'sehr ausführlichen' Thread zur Bitumenbox.


Wird meine Festplatte durch die Bitumenbox unhörbar?
Nichts am PC wird jemals unhörbar sein. laugh.gif


Wieviel Arbeitsaufwand muss ich für eine Box einkalkulieren?
3-5Stunden.


Bitumen ist gesundheitsgefährdent! Darf man das in Innenräumen verarbeiten?
Es gibt durchaus unterschiedliche Qualitäten von Bitumen. Zudem ist Bitumen insbesondere bei höheren Temperaturen als im PC-Bereich gefährlich. Die MXM-Matten von Conrad sind laut Autohifi-Website u.a. auch für PC-Dämmung geeignet. Ansonsten könnt ihr euch auch das Sicherheitsdatenblatt bei Conrad anschauen.
Jeder muss aber hierbei selber für sich entscheiden, ob er Bitumen für ein Gesundheitsrisiko hält. Ich bin in dieser Beziehung für eine Bewertung absolut unqalifiziert und übernehme daher keinerlei Verantwortung für euer Wohlergehen.


Bitumen hat eine viel schlechtere Wärmeleitfähigkeit als z.B. Aluminium. Warum bleibt die FP in der Bitumenbox trotzdem kühl?
Bitumen liegt in der Wärmeleitfähigkeit zwischen Luft und den Metallen. Funktionieren tut die Wärmeableitung dadurch, dass das Bitumen einen guten Kontakt zur FP soweit möglich ohne eingeschlossene Luftschichten hat. Außerdem vergrößert sich durch die Box auch die von der Luft gekühlte Fläche. Entscheidend ist natürlich, dass ein leichter kühlender Luftstrom um die FP vorhanden ist.
Für die Bitumenbox spricht auf jeden Fall auch, dass bisher alle der zahlreichen Nachbauer der Bitumenbox sehr gute FP-Temperaturen bescheinigen.


Kann ich statt Bitumen auch andere PC-Dämmmatten nutzten?
Es ist denkbar andere Materialien, wie Silikon oder andere gummiartige Matten, zu nutzen.
Die meisten PC-Dämmmatten dagegen haben jedoch eine offenporige Schicht. Da die enthaltene Luft ein sehr guter Wärmeisolator ist, ist keine ausreichende Kühlung der FP gegeben.


Sind andere Bitumenmatten, z.B. aus dem Baumarkt, geeignet?
Bitumenmatten aus dem Baumarkt sind nicht geeignet. Zum einen stört der auf der Oberseite dieser Matten vorhandene Sand den Wärmetransport erheblich (kein dirketer Kontakt der Matten ohne Lufteinschluss).
Zum anderen ist auch die Qualität des Bitumens aus gesundheitlicher Sicht fraglich.
Die bei Conrad erhältlichen MXM-Matten sind jedoch auch bei vielen Car-Hifi Ausstattern unter der Bezeichnung MXM Anti-Dröhn-Matte oder ohne Logo als Sinus-live Anti-Dröhn-Matte erhältlich.


Kann ich die Bitumenbox auch im 5 1/4"-Schacht einbauen?
Beim Einbau in einen 5 1/4" Schacht gibt es zwei entscheidende Nachteile.
Zum einen ist eine Entkopplung der Box (bei Nutzung einer alten CD-ROM-Box) nicht möglich, wodurch die Schingungen der FP auf das Gehäuse übertragen werden können und man insbesondere die Zugriffsgeräusche der FP stärker hören kann.
Zum anderen ist dort meistens kein Luftstrom vorhanden, wodurch die Box nicht ausreichend gekühlt wird.


Brauche ich für die Kühlung der Bitumenbox einen extra Lüfter
Nein. I.d.R. reicht es die Bitumenbox hinter einer der vorderen Gehäuseöffnungen (oder auch einem Bodenloch) zu platzieren. Die bei den meisten Systemen rausblasenden Lüfter (hinten angeordnete Gehäuselüfter, NT-Lüfter) sorgen dann automatisch für einen kühlenden einströmenden Luftzug.


Verbessert Alu-Tape die Wärmeabfuhr?
Damit ist eher nicht zurechnen, da ein weiterer Wärmeübergang hinzu kommt. Der Vorteil des Tapes liegt vorallem in der Sauberkeit der Festplatte und Kabel und darin, dass die Box sich leichter auseinander nehmen lässt. Die Kanten der Bitumenmatten kleben recht stark, vor allem wenn die Box lange zu war.


Meine FP hat auf der Unterseite die Elektronik frei zugänglich. Muss ich besondere Schutzmassnahmen ergreifen?
Nein. Wenn die FP auf eine glatte Bitumenschicht gedrückt wird, kann sich das Bitumen unter Wärmeeinwirkung leicht verformen, so dass es möglicherweise bis auf die IC-Gehäuse trifft. Hierdurch würde die Wärmeabführung dieser Bauteile verbessert. Dass das Bitumen bis zur Platine gelangt, ist nach meiner Erfahrung äußerst unwahrscheinlich.
Auf keinen Fall darf das Alutape mit der Elektronik in Berührung kommen. Daher ist von einer Nutzung im Bereich der offenen FP-Unterseite abzuraten.


Die Entkoppler sind so kurz, dass meine Bitumenbox an einem Gehäuseteil oder den Dämmmatten aufliegt. Was kann ich tun?
Bei Conrad gibt es Distanzstücke, z.B. unter der Best.-Nr. 526690 - 14 (Link zu anderen Längen dort vorhanden), mit diesen kann die Box etwas höhergelegt werden. Insbesondere bei vorhandenen dickeren Dämmmatten ist ohne solche Distanzstücke eine effektive Belüftung über ein unter der FP-Box liegendes Bodenloch kaum möglich.


Meine FP hat ein Breathhole an der Oberseite, darf ich dieses mit Bitumen bedecken?
Da das Bitumen insbesondere an Oberseite sehr engen Kontakt hat, ist es ratsam einen kleinen Luftkanal vom Breathhole bis zur FP Seite ins Bitumen zu schneiden. Von dort aus sollte aufgrund der möglichen Genauigkeit der Box ein Luftausgleich nach außen hin möglich sein.


Die Bitumenbox passt nicht in mein Gehäuse, wenn ich es nicht in einen 5 1/4" Schacht stecke, wie und wo kann ich sie sonst verbauen?
Beste Position einer Bitumenbox ist natürlich entkoppelt am Boden des Gehäuses (hinter den vorderen Lufteinlässen oder besser noch über einem Bodenloch).
Wenn dies nicht möglich ist, weil z.B. die Box zu breit ist, dann müsst ihr experimentieren. So könnt ihr die Box z.B. um 90° drehen und seitlich aufstellen. (Ein Betrieb der FP in anderen Winkeln als 0° oder 90° wird von den Herstellern nicht empfohlen!)
Eine Entkopplung der Box ist in jedem Fall nötig.


Ich habe meine Bitumenbox fertiggestellt - ich hatte mit einer deutlicheren Geräuschdämmung gerechnet.
Einige User haben von einer Art Einlaufphase ihrer Bitumenbox von einigen Stunden berichtet, in der sich die Geräuschdämmung noch leicht verbessert. Erklärbar wäre dies durch eine Anpassung des Bitumendeckels auf die Box - ausgelöst durch die Wärme und den Druck der Verschraubung wodurch sich die Box noch etwas besser verschliesst.
Ob es zu einer solchen Anpassung kommt (bzw. ob eine solche nötig ist) und wieviel diese ausmacht, wird abhängig von der Fertigungsgenauigkeit bei jeder Box anders sein.


PS: Jeder ist für seine Hardware und seine Gesundheit selbst verantwortlich. Ich übernehme keinerlei Garantie für irgendwelche auftretenden Schäden. whistling.gif
Bearbeitungsgrund: hamuchens edit: In neue Forenstruktur angepasst.
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RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 03.09.2010, 17:00