Da ich aber am Markt nix fand, um das gute Stück leise zu kühlen, mußte ein Kühler Marke Eigenbau her. Meine Tests mit einer Pappschachtel und einem 80er Lüfter ergaben, daß es durchaus Sinn macht, das Notebook von unten zu Kühlen.
Also ab zum Baumarkt und "basteln ahoi".
Da ich mir dachte, daß evtl. Interesse an so etwas bestehen könnte, habe ich dieses Tutorial verfasst:
Benötigt werden folgende Teile:
- eine Platte die groß genug ist um das Notebook darauf zu stellen
(in meinem Fall aus Riffelblech)
- ein USB-Kabel
- ein Y-Kabel (interner Stromverteiler)
- vier Füße (ich verwende Eckenschutzbleche für Boxen etc.)
- ein 120er Lüfter
- Tesa Power Strips
- ein paar Reste Dämmung
meine Lösung erfordert zusätzlich:
- etwas zum befestigen der Füße (Kleber
- Kantenschutz

(Alles auf einen Blick)
Erstmal abtrennen, was wir von der Platte nicht brauchen.

und prüfen ob's passt.

Nun ein Loch in die Platte schneiden, dieses sollte natürlich dem verwendeten Lüfter angepasst werden, in meinem Fall also groß genug für einen 120er.
Wenn alles klappt sollte es so,

oder so ähnlich aussehen.
Nun versehen wir das Meisterwerk mit dem Kantenschutz. Es ist ratsam an den Ecken ein Dreieck aus dem Kantenschutz zu schneiden, damit er sauber anliegt.
Aussehen tut das dann so:

Jetzt sind die Füße an der Reihe. In meinem Fall einfach ankleben. Verwendet man ein Holzplatte ist wohl schrauben das beste Mittel.
Das sieht dann so aus:

Damit die Füßchen keine fiesen Kratzer machen, werden sie auch mit Kantenschutz versehen.
Ergebnis:

Jetzt ist erstmal Probeliegen angesagt:

(Ist er nicht süß der kleine?)
Im nächsten Schritt widmen wir uns der Verkabelung.
USB und Y-Kabel werden kurzerhand abgeschnitten, abisoliert und um unnötige Kabel erleichtert. Im Falle des Y-Kabels werden nur die Kabel der 12V Schiene beibehalten, beim USB Kabel nur das Rote (+) und das Schwarze (-).
Ilustration:

Die nun verbliebenen Kabel werden miteinander verlötet. Hier gilt: rot an gelb und schwarz an schwarz.

Ist dies vollbracht wird das ganze isoliert und der Optik wegen mit einem Kabelschlauch ummantelt.
Schaut etwa so aus:

Da ich keine Entkoppler hatte und der Lüfter bei 5V sowieso nicht vibriert wird er kurzer Hand mit Powerstrips festgeklebt und mit unserem Eigenbau-USB-Kabel verbunden. Zu guter Letzt werden noch 4 Teile Dämmstoff so verklebt, daß das Notebook etwas an Höhe gewinnt. Dies dient 1. der Luftzirkulation und 2. schützt es vor Kratzern.
Tja das wars.
Das Ergebnis schaut dann so aus.



Wenn das Ganze auch fürs Bett oder den Schoß geeignet sein soll, ist eine 2te Platte unter der gesamten Konstruktion nötig. Solltet ihr am Notebook arbeiten wollen, empfiehlt es sich auch, die vorderen Füße kürzer als die hinteren zu machen, damit sich die Tastatur ein wenig nach vorne neigt.
Ich hoffe die Bilder lassen sich halbwegs ertragen. Ich musste leider auf eine Webcam zurückgreifen, da ich keine Digicam besitze.
Bleibt die Frage ob's was gebracht hat.
Ja es hat. Die Cpu bleibt bei 67 Grad, trotz Vollast und ohne Hochdrehen des internen Lüfters. Ohne den Kühler erreichte die Cpu alle 20-25 min. 75 Grad, dann drehte der interne Lüfter hoch und kühlte sie lauthals auf 73 Grad herunter.
Nun bleibt mir nur übrig, viel Spass beim Nachbauen zu wünschen.
ACHTUNG!!!
Es wird keine Haftung bei Schäden am USB-Port oder anderen Schäden übernommen!
Der Nachbau geschieht auf eigene Gefahr!
Um zu sehen, ob die von euch angeschloßenen Lüfter den USB-Port nicht überlasten, könnt ihr deren Verbrauch @USB Port (5V) wie folgt berechnen:
Watt@5V = Watt@12V * (5V/12V)²
Watt@5V = Ampere@12V * (5V)²/12V
Hierbei gilt:
Summe der Lüfterverbräuche@5V < 2W (2,5W minus Sicherheitsmarge, da der Lüfter kein rein ohmscher Verbraucher ist)
Vielen Dank an den NoNoise für die Formeln
MfG Pwutz

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