ZITAT(Osmosis Jones @ 18.02.2008, 20:12)

Nicht jedes Netzteil hat einen Lüfter. Von Lüftern in der Front wurde oft abgeraten, weil diese einfach gut wahrnehmbar sind, da meist die Front des Gehäuses nach vorne ausgerichtet ist.
Das halte ich ganz klar für "urban legend".
Die meisten gehäuse sind schweizer Käse. Viele stehen unter dem Schreibtisch, aber einige auch auf diesem.
Es kommt natürlich auf seine Sitz-/ Liegeposition an. Deshalb steht mein Server jetzt auch 90° an der anderen Seitenwand und nur 30cm vom Ursprungsstandort entfernt.
Der ist jetzt leiser, wenn ich shlafe, aber am Schreibtisch höre ich den eher.
Generell würde ich keine Aussage machen, Möbel etc. spielen auch eine große Rolle.
ZITAT(sapereaude @ 18.02.2008, 20:45)

Einblasende Lüfter verwirbeln vornehmlich die Luft im Gehäuse. So kann es passieren, dass sich Hotspots bilden
Ganz im Gegenteil. Luftverwirbler nimmt man um genau diese HotSpots zu vermeiden.
Ein verwirbelter Luftstrom ist auch effektiver als ein linear, gleichmäßiger.
ZITAT(ähM_Key @ 18.02.2008, 21:42)

Reihenschaltung von Lüftern bringen einen höheren Druck bei gleichem Volumenstrom.
Da die Strömungswiderstände in den meisten (Silent-) Gehäusen aber recht gering sind, wird kein großer Druck benötigt. -> Paralellschaltung ist besser (da hier hoher Volumenstrom).
Das ist wohl der springende Punkt.
Und die meisten Netzteile haben schon einen ausblasenden Lüfter, da ist es im Normallfall logisch nur weitere ausblasende zu benutzen.
Da man hauptsächlich Towerkühler und ähnliches mit möglichst großer Oberfläche verwendet, würde ein Seitenlüfter im Prinzip nur die oberste Schicht kühlen. Aber die Kühler brauchen einen Luftsrom durch die Finnen. Deshalb ist ein seitlicher Lüfter(generell) relativ ineffektiv an der Stelle.
Nehmen wir an, dass alle Lüfter halbwegs gleich stark sind. Das dürfte bis auf Kleinigkeiten der Fall sein.
Dann würde der Netzteillüfter genau die Luft absaugen, die ein einblasender Hecklüfter reinpustet.
An kritischen Stellen wie Spannungswandler und dem Prozessor würde es sicher eine Verbesserung darstellen.
Aber Grafikkarte und unterer Mainbardbereich würden gänzlich abgekoppelt, ebnenso die Festplatte.
Bei 3-4Lüfter wäre es machbar, auch bei passivem System mit Notfall-CPU-Lüfter; im Normalfall eher nicht.
Ein Frontlüfter wäre nur für die Festplatte sinnvoll. Aber diese hat eine relativ große Oberfläche und braucht wenig Energie. Somit stellt sie nicht die großen Kühlungsansprüche, die eine weitere Geräuschquelle rechtfertigt.
Da man das Gehäuse durchaus in gewissem Rahmen als "geschlossene Röhre" bzw. "Schlauch" sehen kann, bleibt der Luft nur an der Festplatte vorbeizuströmen, wenn nur ausblasende Lüfter benutzt werden.
Bei modernen, sparsamen Festplatten, besonders auch 2,5" und nur µATX sollte man sich jedoch einige Dinge überlegen.
Ich habe einen Selbstbau und das Mainbaord liegt flach, wie in einem Desktopgehäuse oder HTPC.
Da ich ein Zweikammernsystem besitze, fallen Netzteil und Laufwerke völlig heraus. So war es mir möglich ins NT auch nur einen Revo darkBlue bei nur 500U/min zu betreiben.
Auf der anderen Seite ist die beste Lüfterposition ein einblasender Lüfter parallel zum Mainboard. Der drückt von oben Luft auf das MB. Nebenbei wurde der im test leicht schräg so ausgerichtet, dass er hauptsächlich den Chipsatz und Prozessor erfasst, aber auch die Grafikkarte tangiert.
Da er auf den Prozessor bläst und der Sonic Tower unten recht frei ist, werden auch die Spannungswandler sehr gut erfasst.
Übertragen auf ein 08/15_System habe ich "kein" Netzteil, eine passive Festplatte und einen Seitenlüfter, der schräg auf das Mainbaord bläst.
Da es sich jedoch nicht um den Ist-Zustand, sondern nur um einen Test handelte, gibt es keine Photos.
Zur Zeit arbeitet immernoch ein Provisorium, welches ich der Öffentlichkeit gerne vorenthalten würde

MfG Micha